Königssee Juni 2014

Berchdesgadener Land

Urlaub am Königssee, Pfingsten 08.-19.06.2014

Dieses Jahr wollen wir an Pfingsten endlich mal ins Berchtesgadener Land fahren. Bereits vor fünf Jahren hatten wir dies einmal geplant, jedoch wegen schlechten Wetters wieder verworfen. Dieses Jahr passt das Wetter –es sind die wärmsten bzw. heißesten Pfingstfeiertage seit Wetteraufzeichnung.

Sonntag, 08.06.2014

Am Pfingstsonntag fahren wir los und nisten uns auf dem Campingplatz Grafenlehen am Königssee ein. An diesem Tag, erkunden wir die Ortschaft, orientieren uns ein bisschen und laufen zum Malerwinkel,  von dem man einen schönen Blick Richtung St. Bartholomä hat.

Wegen der Pfingstfeiertage und des tollen Wetters ist ziemlich viel los, alle Lokale sind übervoll. Nach kurzer Internetrecherche entscheiden wir uns am Abend nach Unterstein zu laufen. Vom Campingplatz aus sind das nur etwa 15 Minuten. Hier gibt es ein echt bayerisches Wirtshaus mit schönem Biergarten (http://www.gasthaus-unterstein.de). Das Essen ist topp, außerdem vermitteln zwei Musiker in Tracht echt bayerisches Feeling.

Montag, 09.06.2014

Den heutigen Tag, starten wir bei herrlichem Sonnenschein mit einem ausgiebigen Frühstück, bevor wir uns an unsere erste Wanderung machen.

Vom Königssee gehen wir über die Grühnsteinhütte (http://www.gruensteinhuette.de/) zur Kührointalm (http://www.kuehroint.com/).

Die Kührointalm liegt direkt am Watzmann, entsprechend beeindruckend ist das Panorama.

Von dort über die Archenkanzel, einem 1300 m hohen Aussichtspunkt über dem Königssee) zurück nach Königssee.

Dieses Mal habe ich mein persönliches Wanderbuch dabei, so dass ich mir in jeder Hütte/Alm einen Erinnerungsstempel in mein Buch drücken kann.

Dienstag, 10.06.2014

Damit Christian auch Hüttenstempel sammeln und einen Anreiz zum Wandern hat, besorgen wir uns in der Touristinfo am Königssee einen Wanderpass, der an den jeweiligen Hütten abgestempelt werden muss. Am Ende des Urlaubs gibt es dann je nach Anzahl der Wanderungen eine Wandernadel in Bronze, Silber oder Gold.

Kurze Zeit später checken wir auf einer der Königsseeschiffe ein und fahren über den See bis zur Endhaltestelle „Saletalm“.

Von hier aus wandern wir in anstrengendem Aufstieg durch einen Bergwald auf dem Kaunersteig zur Gotzenalm (http://www.gotzenalm.de/).

Da es auch heute wieder ordentlich heiß ist freuen wir uns als wir 2,5 Stunden später auf der Alm ankommen über eine eiskalte Radlermaß.

Unweit der Gotzenalm gibt es einen Aussichtpunkt von dem man einen phantastischen Ausblick auf den Königssee, St. Bartholomä und die Watzmannostwand hat.

Über die Königsbachalm treten wir nach einer längeren Pause den Rückweg nach Königsee-Dorf an. Knapp 20 Kilometer und 1000 Höhenmeter haben wir heute gemeistert.

Wir belohnen uns mit einem Abendessen in „unserem“ Biergarten der Gastwirtschaft „Unterstoa“.

Mittwoch, 11.06.2014

Auch heute ist wieder ein traumhaft schöner Tag. Wir beschließen daher nicht zu wandern, sondern bummeln in den Morgen und gehen gegen Mittag im Nachbarort Unterstein ins Freibad.

Donnerstag, 12.06.2014

Da wir unsere Mountainbikes dabei haben, verzichten wir aufs Wandern und starten nach dem Frühstück zu einer Radtour. Über Unterstein fahren zur Wimbachbrücke und von dort über den Zauberwald zum Hinter See. Stetig geht es in schöner Landschaft bergauf, mit kurzen Abwärtspassagen. Der Hintersee liegt verträumt in einem Tal. Im Vergleich zum Königssee ist hier gar nichts los.

Eigentlich wollten wir von hier noch zur Halseralm laufen, da diese jedoch geschlossen hat, wie wir erfahren, lassen wir diesen Entschluss fallen und radeln noch etwas weiter das Tal hinter dem Hinter See dem sogenannten Hirschbichlklausgraben entlang. Auf dem Rückweg kehren wir noch kurz im Gasthof Auzinger (http://www.auzinger.de) einem alten Traditionsgasthof ein. Knapp 50 Kilometer sind wir heute durch die Berge gefahren. Erstaunlicherweise hat dies ohne Proteste seitens Christians gut geklappt.

Freitag, 13.06.2014

Zur Feier des Tages, Christian hat Geburtstag, gibt es Kuchen zum Frühstück. Als Ausflugsziel haben wir heute das Salzbergwerk Berchtesgaden festgelegt. Mit den Fahrrädern sind wir in 20 Minuten am Haupteingang zum Salzbergwerk. In Bergmannskluft gekleidet geht es dann mit einer Elektrobahn in den Berg. Auf der etwa einstündigen Führung geht es auch über mehrere Rutschen weiter in den Berg – für Kinder und Erwachsene ein Heidenspaß.

Höhepunkt ist dann die Fahrt über einen See auf einem Floss.

Leider zieht am Mittag ein Gewitter auf. Wir retten uns ins Berchtesgadener Hofbräuhaus. Eine Stunde später scheint die Sonne wieder und so können wir nach einem kurzen Stadtbummel die Rückfahrt zum Campingplatz antreten.

Christian bestimmt heute wohin es zum Essen geht. Er entscheidet sich für das Echostüberl (http://www.echostueberl.de/), eine gute Wahl wie sich herausstellen wird.

Samstag, 14.06.2014

Die Wolken hängen tief, trotzdem wagen wir eine Wanderung. Zunächst fahren wir mit der Jennerbahn bis zur ab Jenner-Mittelstation. Von dort aus laufen wir zum Carl von Stahl Haus (http://www.alpineausbildung.at/stahlhaus). Wir haben Glück. Während wir gemütlich in der Berghütte sitzen geht der einzige Gewitterschauer des Tages nieder.

Zurück geht es über die Königsbachalpe nach Königssee. Langsam füllt sich Christians Hüttenstempelbuch …

Sonntag, 15.06.2014

Mit den Fahrrädern fahren wir heute in den Ortsteil Schwöb. Hier lassen wir die Räder stehen und wandern zur Scharitzkehlam.

Da wir zum Kehlsteinhaus wollen stärken wir uns vor dem Aufstieg noch. Den angepeilten Weg können wir leider nicht gehen, da er für Fußgänger und Radfahrer gesperrt ist. Der nun von uns gewählte Weg zieht sich in weitem Bogen um den Kehlstein herum. Ein Wanderschild weist uns nach rechts den Weg. „Kehlsteinhaus 2 Std.“ ist darauf zu lesen.

Wir sind bereits vier Stunden unterwegs und müssen auch wieder zurück –also was tun? Abbrechen oder weiterlaufen? Wir entscheiden uns fürs Weiterlaufen. Steil windet sich der Weg zum Kehlsteinhaus. Nach 40 Minuten (statt nach 2 Std.) haben wir den Busparkplatz am Kehlsteinhaus erreicht.

Die letzten 124 Höhenmeter geht es mit dem Kehlsteinhausaufzug nach oben. Grandios ist die Aussicht. Weit reicht der Blick ins Berchtesgadener Land und über den Königssee im Süden.

Da es schon später Nachmittag ist, fahren wir mit dem letzten Bus vom Kehlsteinhaus zum Dokumentationszentrum Obersalzberg und laufen von dort aus zurück zu unseren Fahrrädern. Rund 22 Kilometer reine Laufstrecke liegen hinter uns.

Montag, 16.06.2014

Da heute die Sonne wieder ein schöner Tag ist vergammeln wir diesen am Campingplatz, lesen und liegen faul in der Sonne.

Dienstag, 17.06.2014

Da wir jeden Tag das Watzmannmassiv im Blick haben wollen wir endlich auch hinauf auf den zweithöchsten Berg Deutschlands. Ziel soll jedoch nur das Watzmannhaus sein. Wir fahren von Unterstein mit dem Bus in Richtung Ramsau. An der Wimbachbrücke startet unsere Tour. Bis zum Watzmannhaus geht es stetig bergauf.

Unterwegs legen wir noch eine kurze Rast an der Mitterkaseralm ein. Verlockend ist es am Watzmannhaus noch weiter aufzusteigen, wir lassen es jedoch bleiben, da wir sonst den Rückweg zeitlich nicht schaffen.

Über den Falzsteig, hier freut sich Christian über seilversicherte Kletterpartien, steigen wir zur Kührointhütte ab und von dort weiter ins Schapbachtal.

Über den Parkplatz Hammerstiel geht es im weiten Bogen wieder zurück nach Unterstein. Insgesamt liegt wieder eine großartige Bergtour hinter uns.

Mittwoch, 18.06.2014

Die landschaftlich schönste und letzte Wanderung machen wir jedoch heute: Es soll einmal um das Watzmannmassiv gehen. Morgens fahren wir mit dem Schiff über den Königssee nach St. Bartholomä.

Von hier aus geht es zunächst am See entlang und dann steil hoch ins Schreinbachtal, vorbei am Schreinbachwasserfall.

Spektakulär hangelt sich der Weg später an einer Felswand entlang nach oben.

Die Strecke ist wenig begangen und so sehen wir etliche Gämsen, die uns skeptisch beäugen.

Nach gut vier Stunden überschreiten wir den Tirschübelpass und steigen ab ins Wimbachgrieß.

Hier ändert sich plötzlich die Landschaft es wird sehr rau und karstig immer öfter geht es über geröllige Abschnitte, bis man die Talsohle, das Grieß erreicht.

Bis zur Wimbachgrießhütte und einer Stärkung ist es dann auch nicht mehr weit. Ab hier gehen wir auf breiterem Weg das Wimbachtal über das Wimbachschloß.

Erst am Spätnachmittag erreichen wir den Parkplatz an der Wimbachbrücke. Von hier aus fahren wir zwei Haltestellen mit dem Bus. Über den Duftberg und die Almen oberhalb von Unterstein erreichen wir nach insgesamt neun Stunden unseren Ausgangspunkt.

Donnerstag, 19.06.2014 

Heute heißt es Abschied nehmen. Wir packen unsere Sachen zusammen. Christian holt sich in der Touristeninformation noch seine goldene Wandernadel, die er ab sofort neben seinen anderen Wandertrophäen am Hut trägt…

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