Sizilien 2025 – Endlich geht’s los!
Seit Jahren haben wir diese Reise schon geplant – mit dem VAN nach Sizilien. Immer wieder zu Gunsten anderer Ziele verschoben, doch 2025 ist es endlich soweit! Unser VAN ist gepackt, die Route steht -am 16. Mai starten wir unser Abenteuer Richtung Süden.

Über die Alpen Richtung Süden
Unsere Route führt uns zunächst über München, Mittenwald und Innsbruck bis zur Grenze am Brenner. Um den Baustellen auf dem Brenner zu entgehen, fahren wir nicht über die Autobahn, sondern ganz gemütlich über die Brenner Bundesstraße.
In Neumarkt/Tirol finden wir einen ruhigen Parkplatz für die Nacht. Bevor wir uns jedoch zur Ruhe legen, machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch den Ort und landen in einem Filmset: In Neumarkt wird gerade ein Film gedreht. Die Häuserfassaden und Innenhöfe sind romantisch beleuchtet, warmes Licht strömt aus Fenstern und Torbögen – alles wirkt ein wenig märchenhaft…


Um 07:00 Uhr am nächsten Morgen geht es schon weiter. Die Sonne steht noch tief, die Straßen sind leer, und wir sind wieder unterwegs – dem Süden, dem Abenteuer entgegen.
Zwischenstopp in Saturnia
Zwar heißt das große Ziel Sizilien, aber wir wollen uns diesmal Zeit lassen – und genau das macht diese Reise so besonders. Kein Stress, kein Hetzen, sondern das bewusste Genießen jeder Etappe.
Saturnia in der südlichen Toskana wollen wir heute erreichen. Der Weg dorthin ist mindestens so schön wie das Ziel selbst – wir fahren vorbei an Florenz und Siena, tauchen ein in die sanfte Hügellandschaft der Toskana und folgen kurvenreichen Straßen, die sich durch Pinienwälder und Olivenhaine schlängeln.
Thermalbad mit Naturkulisse
Der Stellplatz in Saturnia ist angenehm leer, gerade einmal mäßig besucht – perfekt für eine entspannte Pause. Wir schnappen unsere Badesachen und machen uns auf den kurzen Weg zum natürlichen Thermalbach, der im weiteren Verlauf über Kaskaden und Kalkterrassen hinabfließt.

Wir waren schon öfter hier – zuletzt im September, als die späte Sommerhitze die Gegend in warmes Licht tauchte und auf unserer Spätsommerreise in die Toskana.
Kaum liegt man im warmen Wasser, zwischen Dampf und Vogelgezwitscher, ist der Alltag vergessen. Nur wir, das leise Plätschern des Wassers und der weite Himmel über der Toskana.

Heiße Quellen am Morgen & ein traumhafter Ausblick am Abend
Der nächste Morgen in Saturnia beginnt, wie er schöner nicht sein könnte: Schon um 07:00 Uhr sitzen wir wieder im warmen Thermalbach. Zwei Stunden lang lassen wir uns vom dampfenden Wasser umspülen, hören dem Vogelgezwitscher zu und schauen den ersten Sonnenstrahlen beim Spielen auf der Wasseroberfläche zu.

Gegen 11:00 Uhr brechen wir, nach einem gemütlichen Frühstück, auf. Unser nächstes großes Ziel: die Amalfiküste.
Stopover Amalfiküste
Herausforderung Verkehrschaos – Belohnung Postkartenblick
Die Küstenstraße zur Amalfiküste ist berühmt – aber leider nicht für ihre Wohnmobilfreundlichkeit. Für Wohnmobile besteht ein Fahrverbote und das ist auch gut so… . Wir steuern daher einen Campingplatz in Sorrent an, um von dort die Amalfiküste zu erkunden.

Die letzten 20 Kilometer ziehen sich wie Kaugummi – dichter Verkehr, enge Kurven, hupende, links und rechts überholende Zweiräder, LKWs und Lieferwägen. Es ist chaotisch, voll, laut und irgendwie typisch italienisch. Für diese letzte Etappe brauchen wir über eine Stunde.
Doch was uns bei der Ankunft erwartet, macht alles wieder wett.
Sorrent mit Blick auf den Vesuv
Gegen 17:00 Uhr erreichen wir den Campingplatz „International Nube d’Argento“ – ein echter Glücksgriff, denn unser Stellplatz liegt oberhalb von Marina Grande, mit freiem Blick auf den Golf von Neapel und den Vesuv in der Ferne.

Die Sonne taucht alles in ein goldenes Licht, der Vesuv hebt sich majestätisch vom Horizont ab -wir sind einfach nur begeistert.
Auf den Spuren von Sofia Loren
Doch anstatt die Füße hochzulegen, zieht es uns am Abend noch hinunter nach Marina Grande. Der kleine Hafen ist ein verwunschener Ort – fast scheint die Zeit hier stehen geblieben zu sein.

An der Treppe, die Sofia Loren im Filmklassiker „Pane, amore e…“ (1955) hinabstieg, um sich heimlich mit ihrem Liebsten zu treffen, nehmen auch wir Platz – mit einem Glas Wein in der Hand und dem Blick aufs Wasser. Verwitterte Fischerboote, bunte Häuserfassaden, Kinder, die am Kai spielen – und über allem ein nostalgischer Charme, der sich nicht inszenieren lässt.
Ein wunderbarer Abschluss für einen langen, erlebnisreichen Tag.
Positano – Treppen, Treppen, Treppen hinauf zum Götterweg
Am nächsten Morgen starten wir mit einem gemütlichen Frühstück in den Tag – die Sonne lacht, der Blick auf den Vesuv ist immer noch beeindruckend, aber heute steht Bewegung auf dem Plan.


Wir schwingen uns auf unser Motorrad und machen uns auf den Weg nach Positano.
Bevor die Landschaft uns verzaubert, kämpfen wir uns erstmal durch das gewohnte Verkehrschaos von Sorrent. Roller, Autos, hupende Busse, enge Gassen – ein einziges Durcheinander.


In Positano angekommen, stellen wir das Motorrad in einer Garage ab – 5,00 € pro Stunde, nicht gerade günstig, aber angesichts der Park-Situation hier fast schon ein Glücksfall. Wir haben heute etwas anderes vor als durch die Altstadt zu bummeln: Wir wollen wandern.
Unsere Tour führt uns durch, um und über Positano – und ist einfach atemberaubend. Schon die ersten Meter sind gespickt mit unzähligen Treppen, die uns in die Höhe treiben.

Mit jedem Schritt wird der Ausblick schöner: Häuser klammern sich an die steilen Hänge, das tiefblaue Meer glitzert in der Sonne, und das Gewirr der Gassen verwandelt sich von oben in ein farbenfrohes Mosaik.

Im oberen Bereich der Wanderung stoßen wir auf den berühmten Sentiero degli Dei – den „Weg der Götter“. Ein Name, der nicht zu viel verspricht: Die Aussicht ist spektakulär, die Luft klar, der Weg ruhig und von duftenden Kräutern und wilden Blumen gesäumt.
Nach einigen Kilometern erreichen wir Santa Maria del Castello – ein kleiner, verschlafener Ort hoch oben über der Küste. Und was für ein Glück: Eine kleine Bar hat tatsächlich offen!
Hier gönnen wir uns ein kaltes Bier, das nach all den Stufen, Höhenmetern und Eindrücken nicht besser schmecken könnte.

Die Wanderung „Panoramarunde um Positano“ findest du hier
Pizza mit Aussicht
Am Abend entscheiden wir uns dafür, nicht mehr weit zu laufen Es geht daher ins Restaurant unseres Campingplatzes, das vor allem für seine Pizza gelobt wird – einem Klassiker, bei dem man in Italien eigentlich nie etwas falsch machen kann.
Unsere Erwartungen sind hoch, doch ehrlich gesagt: Wir haben schon besser gegessen.
Aber – und das ist ein großes Aber – der Ausblick von der Terrasse des Campingplatzes ist schlichtweg atemberaubend. Während wir auf unsere Pizzen warten, färbt sich der Himmel langsam rot-orange, die Sonne versinkt und das Lichtermeer von Neapel beginnt zu flackern.
So schmeckt selbst eine mittelmäßige Pizza irgendwie großartig.

Sorrent entdecken – Fisch, Flair & ein entspannter Abend
Der neue Tag beginnt mit einem Blick auf den Wetterbericht: durchwachsen, vielleicht sogar etwas Regen am Nachmittag. Wir stellen uns auf einen eher gemütlichen Tag ein – doch wie so oft in Italien kommt es anders: Der Regen bleibt aus, die Stimmung bleibt gut.
Nach dem Frühstück schwingen wir uns noch einmal aufs Motorrad und fahren zum Einkaufen: Zwei frische Doraden, etwas Brot, Getränke – alles, was wir für ein leckeres Abendessen brauchen.
Bummeln durch Sorrent
Dann machen wir uns auf den Weg in die Stadt – Sorrent will erkundet werden. Und wir werden nicht enttäuscht: Die Stadt zeigt sich quirlig, lebendig und voller mediterranem Charme.
Wir besuchen einen Zitronengarten, essen Zitronensorbet und lassen uns zwischen engen Gassen, pastellfarbenen Häuserfassaden und kleinen Geschäften, in denen Zitronenlikör, bunte Keramik und handgemachte Ledersandalen angeboten werden, treiben.
Natürlich bleiben wir nicht ganz standhaft – hier und da wandert doch das eine oder andere Souvenir in unsere Tasche. Sorrent hat einfach Flair, und es fällt schwer, nicht ständig stehen zu bleiben und zu schauen.

Nachmittagsruhe & Dorade deluxe
Am Nachmittag kehren wir zurück zum Campingplatz. Der Himmel bleibt bedeckt, aber es ist angenehm warm – also chillen wir einfach am Wohnmobil, genießen die Ruhe, den Ausblick und den Moment.
Am Abend machen wir uns dann an die Zubereitung unseres Einkaufs: frische Dorade aus der gusseisernen Pfanne, dazu Brot, ein Glas Wein und der Duft von Rosmarin in der Luft.

So klingt ein Tag aus, an dem wir es eigentlich ruhig angehen lassen wollten – und am Ende doch wieder voller Eindrücke und Genuss gelandet sind.
Kurven, Klippen, Postkartenblicke –
mit dem Motorrad entlang der Amalfitana
Die Küstenstraße Amalfitana – allein der Name weckt Fernweh. Auf knapp 50 Kilometern schlängelt sich die SS163 spektakulär an der Steilküste entlang und verbindet einige der schönsten Orte Italiens. Was gibt es Schöneres, als diese Traumstraße mit dem Motorrad zu erkunden? Wind im Gesicht, der Duft von Zitronen in der Luft und atemberaubende Ausblicke hinter jeder Kurve. Genau so begann unser Tag – ein Ausflug, der unvergessen bleibt.
Früh am Morgen starten wir die Tour, um dem Trubel der Tagesausflügler zu entgehen. Die Straße ist schmal, die Kurven zahlreich – aber gerade das macht den Reiz aus. Schon nach wenigen Kilometern taucht Positano vor uns auf, das wir heute rechts liegen lassen.
Zwischenstopp in Praiano: Ruhe und Meerblick
Weiter geht’s nach Praiano, einem ruhigeren, aber nicht weniger charmanten Ort. Hier legen wir eine kleine Pause ein. Anders als in Positano wirkt Praiano authentischer, weniger überlaufen. Die Kirche San Gennaro mit ihrer bunt gekachelten Kuppel strahlt im Sonnenlicht und der Blick zurück nach Positano ist unvergessen.

Unser nächstes Stopp ist ein Postkartenmotiv, der Fiordo di Furore, eine spektakuläre, fjordartige Meeresbucht. Unsere Straße führt über eine Brücke, die den Fjord in luftiger Höhe überspannt.

am Fiordo di Furore, Blick nach Amalfi und Dom von Amalfi

Amalfi: Geschichte und Gelassenheit
Unser Ziel ist Amalfi, einst eine der bedeutendsten Seerepubliken Italiens. Wir parken das Motorrad am Ende des Hafens – ein privater Parkplatz für 5 Euro/Std., ideal gelegen und stressfrei. Zu Fuß geht es ins Herz der Stadt, wo uns der imposante Dom von Amalfi begrüßt.

Die breite Freitreppe, die prächtige Fassade und der arabisch-normannische Einfluss lassen uns staunen. Wir gönnen uns ein kleines Bier in einer ortsansässigen Brauerei, beobachten das bunte Treiben und tauchen ein in das mediterrane Lebensgefühl.
Diamante
Von Sorrent nach Diamante –
ein Tag voller Eindrücke und Geschmack
Der Tag beginnt früh. Noch liegt Sorrent im sanften Morgendunst, als wir unseren Van starten und uns auf den Weg Richtung Süden machen. Unser Ziel: Diamante, ein charmantes Städtchen an Kalabriens Westküste, direkt am Tyrrhenischen Meer.
Der von uns avisierten Wohnmobilstellplatz liegt direkt am Strand, der Blick aufs Meer ist unbezahlbar: sanfte Wellen, warmer Wind, salzige Luft. Genau so haben wir uns diesen Zwischenstopp vorgestellt.
Stellplatz-Koordinaten:
39.6833° N, 15.8167° E
„Lido Tropical“, direkt am Wasser, mit tollem Ausblick, ruhiger Lage und fußläufig ins Zentrum. Perfekt für eine Nacht mit Meeresbrise!


Ein Abend in Diamante
Am Abend machen wir uns auf, das kleine Städtchen zu erkunden. Diamante ist bekannt für seine Murales – bunte Wandmalereien, die Geschichten erzählen und das Ortsbild prägen. Wir schlendern durch enge Gassen, entdecken kleine Plätze, doch der Funken springt nicht über. Diamante ist nett, das war’s dann aber auch.

Kalabrische Küche im Gusto Antico
Fürs Abendessen haben wir einen echten Tipp bekommen: das Gusto Antico (Via Antonio de Luna 11, 87023 Diamante) – ein Restaurant, das sich auf traditionelle kalabrische Spezialitäten spezialisiert hat. Wir werden nicht enttäuscht.
Als Vorspeise gibt’s ‚Nduja – eine scharfe, streichfähige Salami, typisch für die Region. Dann folgt hausgemachte Pasta mit Sardellen, wildem Fenchel und Pecorino – aromatisch, würzig, einfach lecker. Dazu probieren wir Melanzane alla parmigiana und gefüllte Peperoncini – klein, rot, scharf. Der Abend endet mit einem Glas Ciro Rosso, einem lokalen Rotwein mit Charakter.


Weiterreise nach Tropea
Am Freitag setzen wir unsere Reise fort. Von Diamante geht es Richtung Süden weiter nach Tropea. Die Fahrt verläuft entspannt, und gegen Nachmittag erreichen wir den Stellplatz „Da Ciccio Parking Camper“, wo wir einen schönen und ruhigen Platz finden.
Nachdem wir uns eingerichtet haben, machen wir uns auf, das charmante Tropea zu erkunden. Die Altstadt begeistert uns mit ihren engen Gassen, den beeindruckenden Palazzi und der spektakulären Aussicht auf das türkisfarbene Meer. Die berühmte Kirche Santa Maria dell’Isola, die auf einem Felsen thront, ist ein besonderes Highlight.

Beim Schlendern durch die Stadt entdecken wir zudem, wo am nächsten Tag der Wochenmarkt stattfindet – perfekt, um frische regionale Produkte zu kaufen und ein wenig ins lokale Leben einzutauchen.
Ein Abend in Tropea
Am Abend zieht es uns noch einmal in die lebendige Altstadt von Tropea. Die Atmosphäre ist einzigartig – Menschen flanieren durch die Gassen, Straßenmusiker spielen, und aus den Restaurants duftet es verführerisch nach Pizza, Pasta und Meeresfrüchten.

Nach einem kurzen Bummel finden wir schließlich ein gemütliches Plätzchen im Restaurant „Il Convivio“. Die Auswahl fällt uns schwer, aber schließlich entscheiden wir uns (schon wieder) für Pizza – und werden nicht enttäuscht. Knuspriger Teig, frische Zutaten und ein Glas regionaler Wein runden den Abend perfekt ab.
Marktbesuch und kulinarische Vorfreude
Am nächsten Morgen machen wir uns früh auf den Weg zum Wochenmarkt. Die Stände sind bunt und vielfältig – ein Fest für alle Sinne. Wir schlendern zwischen frischem Obst, Gemüse, Käse und Fisch, lassen uns treiben und plaudern (mit Händen und Füßen) mit einigen freundlichen Händlern.
Für den Abend decken wir uns mit allem ein, was wir brauchen: frische Vongole, aromatischer Käse und knackiges Gemüse wandern in unsere Einkaufstasche. Mit diesen Zutaten freuen wir uns schon auf ein selbstgekochtes Abendessen – ein weiterer Genussmoment unserer Reise.
Kultur und Geschichte in Tropea
Nachdem wir unsere Einkäufe sicher im Van verstaut haben, machen wir uns erneut auf den Weg – diesmal steht Kultur auf dem Programm.
Unser erstes Ziel ist das Santuario di Santa Maria dell’Isola, das majestätisch auf einem Felsen über dem Meer thront. Der Aufstieg ist kurz, aber bei der sommerlichen Wärme durchaus schweißtreibend. Oben angekommen, werden wir mit einem atemberaubenden Blick über die Küste und das tiefblaue Meer belohnt. Die kleine Kirche selbst ist schlicht, aber voller Geschichte und Atmosphäre – ein Ort der Ruhe neben dem lebhaften Tropea.

Anschließend erforschen wir erneut die Gassen der Altstadt. Es gibt immer wieder neue Winkel und charmante Details zu entdecken: kleine Boutiquen, bunte Fensterläden, versteckte Cafés.

Zum Abschluss unseres Rundgangs besuchen wir den Dom von Tropea (Concattedrale di Maria Santissima di Romania). Die imposante Kirche aus dem 12. Jahrhundert beeindruckt mit ihrer klaren Architektur und der kühlen Stille im Inneren – ein schöner Kontrast zur trubeligen Stadt draußen.

Ein Abend am Meer – Kulinarischer Ausklang
Zurück am Van bereiten unser Abendessen vor. Mit den frischen Zutaten vom Markt kochen wir ein einfaches, aber köstliches Gericht: Spaghetti alle Vongole und einen kräftigen lokalen Pecorino als kleine Vorspeise.
Der Duft von Knoblauch, Olivenöl und Meeresfrüchten erfüllt die Luft.

Mit einem Glas Wein lassen wir den Tag ruhig ausklingen und blicken zurück auf all die Eindrücke: lebendige Märkte, geschichtsträchtige Orte, gutes Essen und die herzliche Atmosphäre dieser wunderschönen Stadt.
Bei einem kleinen Abendspaziergang erleben wir noch einen traumhaften Sonnenuntergang am Strand, während am Horizont die Insel Stromboli grüßt.


Die ersten Tage auf Sizilien
Überfahrt und Ankunft in Naxos
Am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen von Tropea. Unser Weg führt uns weiter nach Süden – bis Villa San Giovanni, wo wir die Fähre nach Sizilien nehmen. Die Überfahrt ist kurz, aber beeindruckend: Zum ersten Mal sehen wir die berühmte Straße von Messina, die das italienische Festland von der Insel trennt.

In Messina angekommen, starten wir voller Vorfreude – doch gleich zu Beginn gibt es eine kleine Panne: Unser Telepass funktioniert nicht beim Auffahren auf die Autobahn. Die Ampel bleibt rot, und ohne andere Möglichkeit fahren wir kurzerhand trotzdem durch. Hoffentlich bleibt das folgenlos…
Unser Ziel für die Nacht ist der Stellplatz „Area Camper Parking Lagani“ in der Ortschaft Naxos. Hier finden wir einen wunderbaren Platz mit allem Komfort: eigene Dusche, ein Tisch mit Stühlen unter schattigen Bäumen – perfekt zum Entspannen.
Taormina
Da der Tag noch jung ist, entscheiden wir uns spontan für einen Ausflug mit dem Motorrad nach Taormina. Die Fahrt entlang der Küste ist ein Erlebnis für sich – kurvig, aussichtsreich und mit mediterranem Flair.

In Taormina angekommen, parken wir im Parkhaus Porta Catania und machen uns auf Erkundungstour.
Wir besuchen den Dom San Nicolò, schlicht und wehrhaft wie eine Festung, und lassen uns durch die engen Gassen treiben.

Das Highlight, auch wegen des Eintrittspreises von 14 Euro pro Person, ist ohne Zweifel das antike griechisch-römische Theater: Von hier oben eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf das Meer und den majestätischen Ätna – ein Panorama, das uns mit Sicherheit in Erinnerung bleiben wird.

Wanderung mit Gipfelblick – unterwegs am Monte Venere
Der Tag beginnt ruhig und sonnig. Nach dem ereignisreichen Vortag nehmen wir uns am Morgen Zeit, die Umgebung zu Fuß zu erkunden. Direkt vom Stellplatz aus spazieren wir hinunter zum Strand von Giardini Naxos. Das Meer liegt still und klar vor uns, erste Badegäste breiten ihre Handtücher aus, und in der Ferne glitzert das Capo Taormina im warmen Licht der Morgensonne.

Auf dem Rückweg entdecken wir den kleinen Panificio Naxos – ein echter Glücksgriff! Das Brot ist herrlich knusprig, die noch warme Focaccia mit Oliven und Rosmarin ein Gedicht. Wir frühstücken entspannt am Van – einfach, aber köstlich.
Gestärkt und voller Tatendrang machen wir uns später auf den Weg zu unserem heutigen Ziel: dem Monte Venere (auch Monte Veneretta genannt). Mit dem Motorrad fahren wir bis zum kostenlosen Parkplatz in der Via Madonna delle Grazie, unterhalb von Taormina. Hier könnte man auch gut mit dem Van für eine Nacht/Tag stehen. Von dort aus geht es zu Fuß weiter.
Die Wanderung beginnt steil und führt uns durch die Gassen von Taormina hinauf zur alten Burganlage – der erste lohnende Aussichtspunkt auf dem Weg. Danach geht es weiter bergan zum Gipfel des Monte Venere, der uns mit herrlichen Ausblicken auf das Umland, den Ätna und das Meer belohnt.

Der Rückweg erweist sich als Herausforderung: Teile des Pfades sind stark zugewachsen – wir sind heilfroh über unsere langen Hosen. In Castelmola, dem kleinen Ort oberhalb Taorminas, gönnen wir uns zur Belohnung zwei eiskalte Biere – ein erfrischender Genuss nach der anstrengenden Tour.
Gut erholt treten wir den Rückweg über Taormina zurück zum Parkplatz an – müde, aber zufrieden.
Die Wanderung „Von Taormina auf den Monte Veneretta“ findest du hier
Wanderung auf den Ätna
Anfahrt zum Rifugio Sapienza
Während unserer Vanreise durch Sizilien stand für uns ein besonderes Ziel auf dem Plan: der Ätna, Europas aktivster Vulkan.
Früh morgens starten wir in Taormina und fahren mit unserem Van zum „Rifugio Sapienza“ auf etwa 1910 m Höhe. Die gut ausgebaute Straße führt in zahlreichen Kurven durch eine eindrucksvolle, vom Vulkan geprägte Landschaft. Am Rifugio angekommen, finden wir problemlos einen Parkplatz. Rundherum gibt es kleine Läden, Cafés und Restaurants – ein typischer Ausgangspunkt für Tagestouristen, Wanderer und Vulkaninteressierte.

Mit der Seilbahn zur Bergstation
Vom Rifugio aus nutzen wir die Seilbahn „Funivia dell’Etna“, die uns in etwa 15 Minuten zur Bergstation auf ca. 2500 m bringt. Die Fahrt bietet bereits tolle Ausblicke auf die karge Vulkanlandschaft. Viele nehmen ab hier einen Geländebus weiter hinauf – wir entscheiden uns dagegen und starten unseren Aufstieg zu Fuß.

Hike on Fire, Aufstieg zum Torre del Filosofo
Der Wanderweg beginnt direkt an der Seilbahnstation und führt über dunkles Lavagestein und feinen Aschensand. Obwohl der Untergrund stellenweise sehr weich ist, lässt sich der Weg gut gehen – Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind allerdings Pflicht. Da wir beide ganz gut trainiert sind, kommen wir ohne große Pausen zügig voran.

Nach rund 400 Höhenmetern erreichen wir den Torre del Filosofo auf 2912 m. Über 3.000m darf man ohne staatlich geprüften Guide nicht gehen– was in Anbetracht der vulkanischen Aktivität sinnvoll ist, was sich in der Folgewoche bestätigt. In der Umgebung des Torre treten aus verschiedenen Felsspalten Schwefeldämpfe aus, an manchen Stellen ist der Boden spürbar warm bzw. heiß. Ein eindrucksvolles Naturschauspiel.

Rundweg um die Kraterzone
Wir nutzen die Gelegenheit für eine kleine Runde um die Kraterzone. Die Landschaft wirkt fast surreal – wie eine Mischung aus Mondlandschaft und Science-Fiction-Filmset. Bei klarem Wetter hat man einen großartigen Blick auf das sizilianische Festland, die Küste und das Ionische Meer. Auch die erkalteten Lavaströme früherer Ausbrüche lassen sich gut erkennen.
Rückweg und Wetterglück
Der Rückweg erfolgt auf derselben Strecke zurück zur Seilbahnstation, anschließend fahren wir mit der Bahn zurück zum Rifugio. Insgesamt sind wir etwa 4,5 Stunden unterwegs – inklusive Kraterrunde, Fotopausen und Aussicht genießen. Kaum sind wir zurück am Van, zieht eine dichte Wolkenfront auf. Wir haben also nicht nur perfekte Bedingungen, sondern auch das nötige Wetterglück auf unserer Seite.

Die Wanderung „Äthna auf den Torre Filosofo“ findest du hier
Fazit Ätna
Die Wanderung auf den Ätna war für uns ein echtes Highlight der Reise. Wer eine solide Grundkondition mitbringt, kann den Aufstieg vom Seilbahnende gut meistern – auch ohne Geländebus oder Guide. Die vulkanische Landschaft, die dampfenden Krater und die eindrucksvolle Weite machen die Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis. Allerdings birgt dieser Ausflug auch eine gewisse Gefahr – einpaar Tage nach unserem Besucht bricht der Ätna aus…
Stadtbesuch in Syrakus
Unser nächstes Ziel ist Syrakus und dort der Campingplatz „Camping Rinaura“.

Dies ist ein ruhiger, landschaftlich reizvoller Platz mit freier Stellplatzwahl, beheiztem Pool und nettem Service, etwa sechs Kilometer außerhalb von Syrakus. Nach der Wanderung auf den Ätna starten wir den nächsten Reisetag ruhig. Die Sonne scheint, wir frühstücken ausgiebig unter alten Olivenbäumen und genießen die friedliche Atmosphäre. Erst gegen Mittag schwingen wir uns auf unser Moped und fahren Richtung Syrakus.
Die Strecke ist kurz, und bald taucht die altehrwürdige Stadt vor uns auf – lebendig, geschichtsträchtig und mit typisch süditalienischem Flair.
Gegründet von griechischen Kolonisten im 8. Jh. v. Chr., war Syrakus eine der bedeutendsten Städte der Antike – Heimat von Archimedes, Schauplatz epischer Schlachten und kulturelles Zentrum des Mittelmeerraums.
Rundgang durch Ortigia
Wir beginnen unseren Stadtrundgang am Diana-Brunnen, einem beliebten Treffpunkt mitten im Zentrum.

Von dort führt uns unser Weg durch die engen, verwinkelten Gassen der Altstadtinsel Ortigia. Es riecht nach Meeresluft und Espresso, das Kopfsteinpflaster glänzt in der Sonne, und überall reihen sich alte Häuser, kleine Geschäfte und Cafés aneinander.
Bald erreichen wir die Kathedrale von Syrakus, die eindrucksvoll die Piazza Duomo dominiert. Die barocke Fassade steht auf den Säulen eines antiken Tempels – ein faszinierendes Zeugnis der Schichtungen von Geschichte, die hier überall greifbar sind.

Wir passieren den Fonte Aretusa, eine Süßwasserquelle nur wenige Meter vom Meer entfernt – umgeben von Legenden und von einem kleinen Schilfteich gesäumt. Spazieren bis zum Castello Maniace, das majestätisch an der Südspitze Ortigias über dem Meer thront.
Beim Rückweg lassen wir uns treiben, vorbei an beeindruckenden Palazzi, bröckelnden Fassaden, bunten Fensterläden und alten Holztüren. Übrigens hat die Stadt einen bekannten Sohn, Archimedes, der berühmten Mathematiker und Erfinder, der in Syrakus geboren wurde.


Kulinarischer Abschluss am Markt
Nach all den Eindrücken meldet sich der Hunger – also steuern wir den Delikatessenladen „La Salumeria Fratelli Burgio“ an, direkt am Markt von Ortigia gelegen. Als wir dort ankommen, bleiben noch etwa 60 Minuten bis Ladenschluss – gerade genug Zeit für eine genussvolle Pause.
Wir bestellen eine Platte mit sizilianischen Spezialitäten: Salami, Käse, eingelegtes Gemüse, Oliven, frisches Brot – alles von hoher Qualität, rustikal angerichtet. Dazu gibt es einen hervorragenden Vino Bianco, der wunderbar zur Atmosphäre passt– ein perfekter Abschluss für unseren Stadtbesuch.

Syrakus ist für uns eine gelungene Mischung aus antiker Geschichte, süditalienischer Lebensart und mediterraner Gelassenheit. Die Kombination aus Kultur, Meer und kulinarischen Eindrücken macht den Besuch zu einem echten Highlight unserer Reise. Und nach einem Tag voller Eindrücke freuen wir uns wieder auf unseren Stellplatz zwischen den Olivenbäumen – mit Blick auf den nächsten Abschnitt unserer Sizilien-Tour.

Küstenwanderung ab Faro di Capo Murro di Porco
Für den Folgetag haben wir eine kleine Wanderung geplant, am Ende des Tages werden es jedoch zwei Wanderungen sein. Die erste ist eine Küstenwanderung , die uns am „Faro di Capo Murro di Porco“, dem südlichsten Punkt der Halbinsel Maddalena Richtung „Punta dei Giganti“ führt . Der Leuchtturm „Faro di Capo Murro di Porco“ liegt am Rande des Naturschutzgebiets „Riserva Naturale Plemmirio“ und ist vom Campingplatz aus schnell erreicht.

Von dort folgen wir der Steilküste, zunächst über schroffe Felsen später auf gut sichtbarem Pfad. Die Landschaft ist von mediterraner Macchia, schroffen Felsen und niedrigem Buschwerk geprägt.
Nach etwa 30 Minuten erreichen wir die „Punta Tavernara“, einen markanten Aussichtspunkt mit Blick auf die felsige Küstenlinie und das offene Meer. Die Küste fällt steil ab, und das Wasser leuchtet türkisblau.
Bis zur „Punta dei Giganti“, einem markanter, felsiger Vorsprung, der eindrucksvoll ins Ionische Meer hinausragt, sind wir dann doch nicht mehr ganz gegangen, da es auf dem schattenlosen Weg einfach zu heiß geworden ist.
Jedoch haben wir zurück am Moped beschlossen noch den Papyrusfluss zu erkunden.
Die Wanderung „Küstenwanderung beim Faro di Capo Murro di Porco“ findest du hier
Wanderung am Papyrusfluss –
Naturidylle am Fiume Ciane-Saline Di Siracusa
Der kleinen Parkplatz in der Nähe des „Fiume Ciane“, nur wenige Kilometer südwestlich des Zentrums von Syrakus ist schnell erreicht.
Gleich zu Beginn entdecken wir die ersten dichten Papyrusstauden, die sich sanft im Wind wiegen. Diese seltene Pflanzenart wächst hier wild – ein echtes Naturwunder, denn außerhalb Ägyptens ist sie kaum zu finden. Ein schmaler Weg führt direkt am Ufer entlang. Der Boden ist eben, der Pfad gut begehbar, teils schattig und kühl durch die Bäume, teils sonnig.

Während wir dem Lauf des Flusses folgen, hören wir Vogelstimmen und das leise Plätschern des Wassers. An einigen Stellen öffnen sich kleine Lichtungen mit direktem Zugang zum Wasser – perfekte Plätze für eine kurze Rast oder ein Picknick. Die Farben des Wassers schimmern in Grün- und Blautönen.

Nach etwa 40 Minuten gemütlichen Gehens erreichen wir die Quellen des „Fiume Ciane“. Nicht besonders spektakulär, aber hier gilt: der Weg ist das Ziel.
Der Rückweg erfolgt auf derselben Strecke. Übrigens sieht man von Fluss aus auch unseren Campingplatz. Nur ein paar Felder liegen dazwischen.
Die Wanderung „Papyruspflanzen im Naturschutzgebiet Ciane“ findest du hier
Zurück am Campingplatz werden wir am Abend wieder einmal mit einem traumhaften Sonnenuntergang belohnt.

Olivenöl & Barock: Ein Fahrtag mit Genuss und Geschichte
Am nächsten Morgen, es ist mittlerweile der 30. Mai, brechen wir auf, um unser nächstes Ziel zu erreichen: Noto, die Barockperle im Südosten Siziliens. Die Strecke ist nicht weit, und so planen wir unterwegs noch einen kleinen Abstecher ein.
Zwischenstopp bei Frantoi Bascetta
Auf halber Strecke halten wir an der Olivenmühle „Frantoi Bascetta“. Maria hat sich im Vorfeld per E-Mail mit dem Inhaber verabredet – und die Einladung zur Besichtigung nehmen wir gern an. Vor Ort werden wir herzlich empfangen. Der Besitzer zeigt uns die Mühle, erklärt anschaulich den gesamten Prozess der Olivenölherstellung – von der Ernte bis zur Pressung.

Wir probieren verschiedene Öle, alle frisch, fruchtig und intensiv im Geschmack. Es dauert nicht lange, bis wir überzeugt sind: Am Ende wandern einige Kanister dieses hervorragenden Olivenöls in unseren Van. Ein echtes Stück Sizilien zum Mitnehmen.
Olivenmühle Frantoi Bascetta
C. da Macchiotta
96010 Solario
https://frantoibascetta.com/
Ankunft in Noto
Am frühen Nachmittag erreichen wir Noto. Unser heutiger Stellplatz liegt auf dem „Antico Trappeto Agricampeggio“, einem kleinen, charmanten Campingplatz etwas außerhalb der Stadt. Wir finden einen hübschen Platz für unseren Van, ruhig gelegen zwischen Zitrusbäumen.
Ein großer Pluspunkt: Der Platz bietet einen kostenlosen Shuttleservice in die Stadt. Das erspart uns Parkplatzsuche und Fahrstress – und macht es uns leicht, später ganz entspannt das Zentrum von Noto zu erkunden.
Barockromantik am Abend – Unterwegs in Noto
Am Spätnachmittag nutzen wir den Shuttleservice unseres Campingplatzes und lassen uns bequem in die Altstadt von Noto bringen. Die Sonne steht schon tiefer, das Licht wird weicher – perfekte Bedingungen, um die barocke Schönheit dieser Stadt zu entdecken.
Schon beim ersten Schritt in die Innenstadt sind wir begeistert: Noto zeigt sich mit warmem Sandstein, opulenten Fassaden und verschnörkelten Balkonen von seiner besten Seite. Wir schlendern durch die Hauptstraße, vorbei an der Kirche „San Francesco“, der mächtigen Kathedrale „San Nicolò“ und zahlreichen Adelspalästen. Die ganze Stadt wirkt wie eine Bühne – elegant, golden, ein wenig stolz, aber dabei ganz entspannt.

Am „Palazzo Nicolaci di Villadorata“ bleiben wir besonders lange stehen: Hier wird gerade eine große Hochzeit vorbereitet. Tische und Stühle werden elegant aufgestellt, Floristen arrangieren üppigen Blumenschmuck. Die Atmosphäre ist feierlich und zugleich zauberhaft – fast wie in einem italienischen Filmklassiker.

Wir machen eine Pause im legendären „Caffè Sicilia“. Hier genießen wir einen kühlen Weißwein – der perfekte Ort zum Leute beobachten und zum Innehalten. Danach drehen wir noch eine weitere kleine Runde durch die nun dämmrige Stadt, die im warmen Licht noch stimmungsvoller wirkt.

Zum Abschluss des Abends kehren wir ins Restaurant „Retablo“ ein. Diese Lokal begeistert mit authentischer, liebevoll zubereiteter sizilianischer Küche – frisch, aromatisch und kreativ.

Wir essen hervorragend, begleitet von einer Flasche sizilianischem Rotwein. Rundum zufrieden fahren wir später mit dem Shuttle zurück zum Campingplatz.
Fazit zu Noto
Noto verzaubert – besonders am Abend. Die Stadt bietet nicht nur prachtvolle Architektur und kulturelle Tiefe, sondern auch echte Genussmomente. Ob Hochzeitstrubel vor barocker Kulisse, Kaffee oder Wein im Traditionscafé oder ein gutes Essen unter freiem Himmel: Dieser Abend bleibt uns in bester Erinnerung.
Wandern im „Grand Canyon“ Siziliens
Samstag, 31. Mai – wir verabschieden uns von den goldgelben Barockfassaden Notos.
Unser heutiges Ziel: der sogenannte „Grand Canyon“ Siziliens, die imposante „Cava Grande del Cassibile“.

Der „Fiume Cassibile“ hat über Jahrtausende hinweg eine tiefe, spektakuläre Schlucht in das Kalksteinmassiv des sizilianischen Hochlands gegraben. Diese Naturgewalt wollen wir nicht nur anschauen, sondern zu Fuß erkunden.
Wir fahren zum Aussichtspunkt „Riserva Cava Grande del Cassibile“, wo ein kostenpflichtiger Parkplatz auch für Wohnmobile Übernachtungsmöglichkeiten bietet – praktisch und aussichtsreich gelegen.

Von hier aus beginnt unsere anspruchsvolle Wanderung. Der Pfad führt steil hinunter in die Schlucht – Trittsicherheit und gute Schuhe sind Pflicht.

Baden in smaragdgrünen Naturpools
Unten angekommen erwarten uns mehrere große Naturpools, glasklar, türkisgrün und umrahmt von hohen Felswänden. Hier legen wir eine ausgiebige Pause ein – schwimmen, abkühlen, sonnen.

Wir sind nicht allein – einige Tagesausflügler haben denselben Plan –, aber es bleibt angenehm und ruhig.
Allein in der Wildnis
Nach dem Bad setzen wir unsere Wanderung fort, tiefer hinein in die Schlucht. Jetzt wird es still und einsam, wir sind nahezu allein unterwegs.
Die Landschaft ist überwältigend: steile Kalkwände in denen Archäologen zahlreiche als Grabkammern angelegte Höhlen entdeckt haben, üppige Vegetation, das leise Rauschen des Flusses – es fühlt sich an wie eine kleine Expedition.

Es ist eine Tour, die fordert, aber belohnt. Wer Natur liebt und nicht vor Höhenmetern zurückschreckt, ist hier genau richtig.
Unsere klare Empfehlung: Wer in Sizilien wandert, darf die Cava Grande nicht auslassen.
Die Wanderung „Cava Grande, der „Grand Canyon“ Siziliens“ findest du hier
Vom Canyon ans Meer – ein Wochenende mit Italien pur
Nach der Wanderung durch die Cava Grande und einem letzten Blick über die beeindruckende Schlucht, zieht es uns wieder ans Meer.
Wir beschließen, zur Küste zu fahren. Unser Ziel: der kleine Stellplatz „Area Camper Venere“ bei Granelli – direkt am Strand, ruhig gelegen und ideal für ein paar entspannte Tage am Meer.
Ein Platz am Strand … und mitten im italienischen Leben
Am frühen Nachmittag kommen wir an – und haben Glück: Wir bekommen einen schönen Platz, nur wenige Schritte vom feinsandigen Strand entfernt. Der Blick aufs Meer, das Rauschen der Wellen, das leichte Lüftchen – es fühlt sich nach einem kleinen Paradies an.

Was wir allerdings nicht bedacht haben: Der 2. Juni ist in Italien Nationalfeiertag (Gründung der Italienischen Republik im Jahr 1946) – und es ist Wochenende bzw. der Tag fällt dieses Jahr auf einen Montag!
Und so dauert es nicht lange, bis sich unser ruhiger Stellplatz in ein buntes, quirliges, lautes italienisches Familienfest verwandelt. Es wird voll, richtig voll, und dazu typisch italienisch laut – lebendig, temperamentvoll und ein bisschen chaotisch.
Aber: Es ist authentisch. Und es gehört eben auch zu Italien. Wir nehmen’s mit Humor, beobachten das Treiben und machen einfach das Beste daraus.
Ausflug nach Marzamemi & ein Überraschungsmoment
Am nächsten Tag schwingen wir uns wieder aufs Moped und machen einen kleinen Ausflug ins hübsche Örtchen Marzamemi.
Das ehemalige Fischerdorf mit seinem malerischen Platz, den bunten Häusern und den kleinen Lokalen direkt am Wasser hat sich optisch seinen ursprünglichen Charme bewahrt – wir bummeln, kaufen ein paar Souvenirs und genießen das maritime Flair.

Auf dem Rückweg entdecken wir noch ein kleines Natur-Highlight: In einer nahegelegenen Lagune stehen tatsächlich rosa Flamingos – anmutig, ruhig, fast unwirklich.
Ein ganz besonderer Moment – und ein schöner Kontrast zur Betriebsamkeit am Strand.

Barocke Städte & sizilianischer Genuss
Ein Tag in Modica und Ragusa
Nach einem Morgenbad im Meer und einem gemütlichen Frühstück wird es uns dann doch etwas zu bunt: Der Trubel am Strand nimmt weiter zu, das Wochenende ist noch nicht vorbei – also beschließen wir, ins Landesinnere zu flüchten.
Unser Ziel: die barocken Perlen des Südostens.
Modica – Stadt auf zwei Ebenen
Etwa 30 Kilometer weiter landen wir in Modica, einer Stadt, die sich spektakulär in eine tiefe Schlucht schmiegt und sich über zwei Ebenen erstreckt.

Wir beginnen unsere Stadtbesichtigung in der Unterstadt, wo wir die prächtige „Chiesa di San Pietro“ besuchen – mit ihrer breiten Freitreppe, den barocken Figuren und dem imposanten Innenraum ein echtes Schmuckstück.
Von dort geht’s hinauf in die Oberstadt, wo der „Duomo San Giorgio“ majestätisch über Modica thront. Die Treppen dorthin fordern noch einmal unsere Beine, doch der Anblick lohnt sich – genauso wie der Aufstieg auf den Kirchturm, von dem wir mit einer großartigen Panoramaaussicht über die Dächer der Stadt belohnt werden.


Ragusa Ibla – Postkartenmotiv in barockem Glanz
Aber unser Tag ist noch nicht zu Ende: Nur rund 15 Kilometer weiter wartet schon das nächste Highlight – Ragusa, genauer gesagt der barocke Stadtteil Ibla.

Hier gefällt es uns besonders gut: der die Altstadt überragende Dom, die engen Gassen, die perfekt restaurierten Palazzi, die verwinkelte Struktur der Altstadt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde – all das wirkt wie aus einem Film.
Und als hätte Ragusa nicht schon genug zu bieten, gibt’s auch noch ein kulinarisches Debüt: Zum ersten Mal probieren wir Arancini – außen knusprig, innen weich, mit würziger Füllung -sehr lecker!

Ein Abend auf dem Land, Ricotta, Ravioli & Ziegenmilch
Schon am Vormittag hatten wir kurz bei einem von Google Maps empfohlenen Lokal gehalten. Eigentlich ein Bauernhof, der Essen anbietet: „Ricotta di capra da Rina e Gaetano„, etwas außerhalb im Grünen gelegen. Die Fotos und Bewertungen hatten uns überzeugt und wir reservieren einen Tisch für den Abend. Eine sehr gute Entscheidung, wie sich zeigen wird.
Mitten im Grünen, umgeben von Feldern und sanften Hügeln, werden wir von einer herzlichen Gastgeberin empfangen. Das Menü ist festgelegt, aber das stört uns kein bisschen – im Gegenteil:
- frisch aufgeschlagene Ricotta
- hausgemachter Ziegenkäse
- zarte Ravioli mit Tomatensauce
- dazu Wasser, Wein, Kaffee und zum Abschluss ein
- typisch süßer Cannolo

Alles wird frisch zubereitet und mit Liebe serviert – authentisch, einfach, ehrlich und unglaublich lecker.
Nach dem Essen dürfen wir sogar noch die Tiere auf dem Hof besuchen: Ziegen, Hühner, Kaninchen, Hunde – und als besonderes Erlebnis gibt’s noch einen Schluck frisch gemolkene Ziegenmilch direkt vor Ort.

Ein wunderschöner Abend – ländlich, herzlich, kulinarisch und unverfälscht sizilianisch.
Ein Tag für die Seele
Himmlischer Ruhe… die Wochenendbesucher sind alle abgereist, der Strand ist wie leergefegt, und plötzlich gehört der Platz wieder ganz uns allein.

Wir entscheiden uns spontan, noch einen ruhigen Strandtag einzulegen. Keine Fahrerei, keine Pläne – einfach lesen, baden, entspannen.
Am Vormittag machen wir noch einen kurzen Ausflug ins nahegelegene Pachino, um ein paar frische Lebensmittel zu besorgen.
Im Gemüseladen erleben wir dabei eine kleine Überraschung: Die Inhaberin spricht uns plötzlich auf Deutsch an und erzählt lachend, dass sie in Bamberg aufgewachsen ist.
So macht der Einkauf gleich doppelt Spaß: süße sizilianische Tomaten, frische Kräuter, noch eine Flasche Olivenöl und dazu ein netter Plausch in fränkischem Italienisch.
Dolce far niente – das süße Nichtstun
Zurück am Wohnmobil lassen wir es uns gutgehen: ein spätes Mittagessen, ein paar Seiten im Buch, ein Nickerchen im Schatten, zwischendurch ein Sprung ins Meer.
Der Sand ist warm, das Wasser glasklar – Sizilien pur, ganz ohne Trubel.
Von Granelli nach Agrigent
Meerblick, Tempelträume und Sonnenuntergangsgenuss
Nach einem letzten gemütlichen Frühstück an unserem fast menschenleeren Stellplatz bei Granelli heißt es: Abschied nehmen vom ruhigen Süden.
Am nächsten Tag geht es weiter – unser Ziel: Agrigent, genauer gesagt der Campingplatz „Nettuno“, direkt am Meer gelegen und perfekt als Ausgangspunkt für unseren nächsten Stopp: das Tal der Tempel.
Camping mit Strandzugang und ein Abend über dem Meer
Die Fahrt entlang der Südküste verläuft entspannt, gegen Nachmittag erreichen wir den Campingplatz. Auch hier haben wir wieder Glück und bekommen einen schönen Platz – nur ein paar Schritte vom Strand entfernt.
Wir nutzen den restlichen Tag zum Chillen, genießen die Meeresbrise und den schönen Strand.

Nicht weit entfernt liegt das Ristorante „Mareo – Terrazza sul Mare“ direkt am Strand.
Wir bekommen einen Tisch mit Blick auf den glühenden Sonnenuntergang über der sizilianischen Küste.
Das Essen ist ausgezeichnet: frischer Fisch, feine Vorspeisen, ein Glas Wein – alles begleitet von einer einzigartigen Lichtstimmung.
Wir lassen den Tag rundum zufrieden ausklingen…

Das Tal der Tempel bei Agrigent…
und ein guter Tipp
Nach einem gemütlichen Frühstück am Campingplatz machen wir uns auf den Weg zu einem der berühmtesten Kulturdenkmäler Siziliens: dem Tal der Tempel bei Agrigent.

Wir fahren mit dem Motorrad zum oberen Eingang, dem „Ingresso Giunone“. Wichtig zu wissen:
Der Parkplatz dort ist für Wohnmobile – auch für kleinere Kastenwägen – gesperrt. Für alle, die mobil sind, ist das Motorrad (oder ein Roller) eine gute Alternative. Ansonsten bleibt nur der untere Eingang.
Warum der obere Eingang? Ganz einfach: Die besterhaltenen Tempel – wie der Concordia-Tempel – liegen direkt in der Nähe, und am Vormittag steht die Sonne im Rücken, ideal zum Fotografieren: warmes Licht, klare Sicht.
Ein Spaziergang durch 2.500 Jahre Geschichte
Gleich zu Beginn besuchen wir den „Tempio di Giunone“, hoch auf einem Hügel gelegen mit einer herrlichen Aussicht über das Tal und bis zum Meer.

Von dort führt der Weg weiter zum wohl berühmtesten Bauwerk des Geländes: dem Tempel der Concordia, einem der am besten erhaltenen dorischen Tempel weltweit.
Wir sind beeindruckt von der Größe, der Harmonie der Säulen und der Atmosphäre dieses Ortes – zwischen Himmel, Sandstein und Jahrtausenden.

Danach geht es zum Herkulestempel, dessen Reste ebenfalls eindrucksvoll sind – auch wenn nur noch acht Säulen stehen, spürt man die monumentale Kraft, die dieser Ort einst hatte.
Natürlich lassen wir uns auch den westlichen Tempelbezirk nicht entgehen. Weniger frequentiert, aber landschaftlich wunderschön gelegen, bietet dieser Teil des Archäologieparks ein ganz anderes Erlebnis – stiller, weiter, ursprünglicher.

Wir nehmen uns Zeit, lassen die antiken Ruinen, die Aussicht und die Geschichte auf uns wirken. Das Tal der Tempel ist zurecht ein UNESCO-Weltkulturerbe – und ein absolutes Muss auf jeder Sizilienreise.
Ein kurzer Abstecher in die Stadt –
Agrigent zwischen Antike und Beton
Nach unserem ausgiebigen Spaziergang durch das beeindruckende Tal der Tempel sind wir neugierig auf das moderne Agrigent und beschließen, der Stadt selbst noch einen Besuch abzustatten.
Schon von Weitem fällt die Skyline von Agrigent ins Auge – eine dichte Ansammlung hoher Wohnblocks, die sich wie eine Wand an den Hang schiebt.
Man ist entweder beeindruckt vom urbanen Kontrast zur nur wenige Kilometer entfernten antiken Welt – oder man findet es einfach ziemlich hässlich.

Wir versuchen, das historische Zentrum der Stadt zu finden, verirren uns ein wenig durch Einbahnstraßen und nicht sehr einladende Ecken – und landen am Ende nicht wirklich dort, wo wir hinwollten.
So richtig warm werden wir mit Agrigent nicht, und nach einem kurzen Rundgang entscheiden wir, dass das Meer doch mehr Charme hat.
Zurück zur Küste
Also fahren wir zurück zum Campingplatz am Meer – und lassen dort, mit den Füßen im Sand und dem Rauschen der Wellen im Ohr, den Tag ganz entspannt ausklingen.

Ein Glas Wein, der Sonnenuntergang – und in Gedanken noch einmal zurück zu den ehrwürdigen Tempeln des Vormittags. Ein spannender, vielseitiger Tag – mit einem ganz eigenen Mix aus Geschichte, Gegenwart und Gelassenheit.
Weiter Richtung Westen
Strand, Stellplatz und flüssiges Gold
Am nächsten Morgen brechen wir wieder auf. Unsere Route führt uns weiter entlang der Küste Richtung Westen. Ziel für heute: ein Stellplatz in Strandnähe bei Contrada Cipollazzo, in der Nähe von Menfi.
Übernachten beim Boomerang
Der Platz trägt den ungewöhnlichen Namen „Boomerang“ – und gehört zu einem kleinen, charmanten Lokal. Als wir ankommen, werden wir freundlich empfangen und bekommen einen ruhigen Stellplatz. Die Sanitäranlagen sind wirklich top, modern und sehr sauber.
Zum Strand, der „Spiaggia Lido Fiori“ heißt und auch als Blumenstrand bekannt ist, sind es ein paar Gehminuten – etwas weiter als gedacht, aber der Weg lohnt sich:
Ein langer, heller Sandstrand mit glasklarem Wasser, kaum Menschen – einfach traumhaft.

Wir verbringen den Nachmittag mit Baden, Lesen und Dösen, genießen den weichen Sand unter den Füßen und das beruhigende Rauschen des Meeres.
Am Abend essen wir im kleinen Lokal direkt am Platz. Die Inhaberin spricht deutsch, was den Einstieg in die Speisekarte sehr erleichtert. Spaghetti mit Vongole und Schwertfisch hätten wir aber auch auf Italienisch verstanden.
Trotz der tollen Ausstattung gefällt uns der Stellplatz wegen der Entfernung zum Strand nicht ganz so gut, deshalb entscheiden wir uns, am nächsten Tag weiterzufahren.
Auf nach San Vito lo Capo…
und ein Stopp für Genießer
Auf dem Weg nach San Vito Lo Capo machen wir noch einen lohnenswerten Zwischenstopp in der Ortschaft Castelvetrano – bekannt für ihre schwarzen Oliven, aber auch für exzellentes Olivenöl.
Olivenöl in Castelvetrano
Wir besuchen die Ölmühle „Frantoio Campagna & C.“, eine kleine, familiengeführte Mühle, die noch auf traditionelle Weise arbeitet.
Das dort gekaufte Öl ist wirklich erstklassig – fruchtig, intensiv und perfekt nicht nur für unsere Campingküche.
Ein echter Geheimtipp für alle, die hochwertiges sizilianisches Olivenöl direkt von der Quelle mitnehmen möchten.
Frantoio di Campagna & C.
Via XX Settembre, 33
91022 Castelvetrano TP
https://www.frantoiocampagna.it/
San Vito lo Capo – Sand, Sonne, Menschenmengen
Frisch versorgt geht’s weiter Richtung Norden – zum Campingplatz „Sole e Mare bei San Vito lo Capo“, einem der bekanntesten Strandorte Siziliens.
Wir sind gespannt, was uns dort erwartet…
Nach einer abwechslungsreichen Fahrt erreichen wir am frühen Nachmittag unser neues Ziel: San Vito lo Capo.

Unser Campingplatz, „Sole e Mare“, entpuppt sich sofort als echter Glücksgriff:
Zentrumsnah, gepflegt, ruhig – und dennoch nur wenige Gehminuten vom Strand und den Restaurants entfernt.
Hier lässt es sich aushalten, und so richten wir uns erst einmal gemütlich ein.
Ein Traumstrand… fast zu schön, um ihn zu sehen
Direkt vor uns: der berühmte Sandstrand von San Vito, ein echtes Postkartenmotiv mit feinem weißen Sand und türkisblauem Wasser – Karibikfeeling pur.
Wäre da nicht ein klitzekleines Detail: Es ist Wochenende. Und das bedeutet: Volles Haus. Italienische Großfamilien, Teenie-Cliquen, Planschbecken, Sonnenschirme in Reih und Glied – gefühlt halb Sizilien ist hier.

Aber gut – wir wussten es eigentlich.
Also heißt es: reinspringen, abkühlen, entspannen – und das bunte Treiben mit Humor nehmen.
La Dolce Vita im Trubel
Am Abend lassen wir uns durch das lebendige Zentrum von San Vito lo Capo treiben. Es fühlt sich an wie Hauptsaison mitten im Juni – volle Gassen, duftende Straßenküchen, lebendige Plätze.

Trotz (oder vielleicht gerade wegen) der Trubel-Stimmung: San Vito hat Charme.
Und wir sind gespannt, wie es sich morgen anfühlt, wenn der Wochenendansturm vorbei ist…
Morgens auf den Monte Monaco – nachmittags ans Meer
Die Landschaft rund um San Vito lo Capo ist ein Traum.
Eingerahmt von schroffen Bergen und dem endlosen Blau des Meeres liegt der Ort wie eine kleine Oase am Ende der Welt.
Direkt neben der Ortschaft erhebt sich der Monte Monaco – und der ruft nach uns.
Noch vor dem Frühstück heißt es: Wanderschuhe an, Wasser einpacken – los geht’s!
Der Weg auf den Monte Monaco ist steil, aber gut zu gehen, und das Beste: Er liegt frühmorgens größtenteils im Schatten.

Zwischen Thymian, wildem Rosmarin und einer eindrucksvollen Macchia-Landschaft geht es nach oben. Immer wieder eröffnen sich fantastische Ausblicke, die uns den Schweiß vergessen lassen.
Am Gipfelkreuz, ja, es gibt tatsächlich eines, werden wir mit einem Panoramablick belohnt, der kaum in Worte zu fassen ist:
Unter uns liegt San Vito lo Capo wie aus der Vogelperspektive.
Rechts sehen wir das Naturreservat Lo Zingaro, das sich entlang der Küste bis zum Golf von Castellammare zieht.
Links reicht der Blick bis nach Erice, das wie ein kleines Märchendorf auf seinem Berg thront.

Wir sind begeistert – der Aufstieg hat sich mehr als gelohnt!
Die Wanderung „Auf den Monte Monaco, Hausberg von San Vito lo Capo“ findest du hier
Zurück am Campingplatz verbringen wir den Nachmittag ganz gemütlich. Ein bisschen Strand, ein bisschen Siesta, ein bisschen „Dolce far niente“.
Wandern im Naturreservat Lo Zingaro
Nach dem Frühstück satteln wir unser Motorrad und machen uns auf den Weg zum Nordeingang des „Riserva Naturale Orientata dello Zingaro“, nur wenige Kilometer von San Vito lo Capo entfernt.
Es ist noch früh am Morgen, die Sonne steht tief, die Luft ist frisch – und wir sind fast allein unterwegs, als wir das kleine Besucherzentrum passieren und unseren Wanderweg beginnen.
Was für eine Küste! Zwischen Buchten, Höhlen und blühender Wildnis

Eigentlich hatten wir geplant, die Höhenroute über die Berge zu nehmen, doch leider ist dieser Weg aktuell gesperrt.
Macht nichts – denn der Küstenweg ist selbst ein absoluter Traum.
Er verläuft etwa acht Kilometer entlang der Steilküste bis zum kleinen Ort Scopello, stets mit spektakulärem Blick auf das Meer.

Der Pfad schlängelt sich durch duftende Macchia, vorbei an Agaven, Kakteen, Ginster und wilden Kräutern. Immer wieder zweigen kleine Pfade hinunter zu versteckten Buchten ab – glasklares Wasser, weiße Kiesel, türkisgrün schimmernd – wir müssen mehr als einmal innehalten und den Blick genießen.
Besonders schön sind die kleinen Buchten wie die „Cala dell’Uzzo“, „Cala Marinella“ und „Cala Berretta“ – jede für sich ein kleines Naturparadies.
Auch mehrere kleine Museen liegen am Weg – etwa ein Naturkundemuseum oder eine alte Bauernhütte, die vom einfachen Leben früherer Zeiten erzählen.

Ankunft in Scopello – mit Aussicht und Erfrischung
In Scopello angekommen, gönnen wir uns in der kleinen, schattigen Bar La Palma ein kühles Blondes – wie gut das tut nach so vielen Kilometern in der Sonne!
Danach nehmen wir noch den kleinen Anstieg zum „Torre Bennistra“ in Angriff.

Oben angekommen erwartet uns ein fantastischer Panoramablick über die Küste, das Meer und das grüne Band des Naturreservats.
Hitze – und ein Bad als Rettung
Der Rückweg hat es in sich: Die Mittagssonne brennt unerbittlich, es wird richtig heiß.
Umso mehr fiebern wir der „Cala dell’Uzzo“ entgegen – dort nehmen wir ein erlösendes Bad im klaren, kühlen Wasser. Was für eine Wohltat nach dieser Hitze!

Der Küstenweg von Lo Zingaro ist einer der schönsten Wanderwege Siziliens – abwechslungsreich, natürlich, unverbaut.
Auch wenn der Höhenweg gesperrt war, sind wir mehr als glücklich mit dieser Tour.
Die Wanderung „Küstenwanderung durch das Natur-Reservat Zingaro“ findest du hier
Am Abend belohnen wir uns mit einem gemütlichen Abendessen im Restaurant „Tampasio Beach“.
Rund um den Monte Cofano
Küstenwanderung statt Gipfelsturm
Mittwoch. Die Wochenendwelle ist abgeebbt, der große Trubel hat sich gelegt.
Am Strand ist es wieder ruhiger, noch gut besucht, aber deutlich entspannter. Und so beschließen wir, den Tag für eine weitere Wanderung zu nutzen – diesmal im Naturreservat „Riserva Naturale Orientata Monte Cofano“.

Eigentlich wollten wir auf den Gipfel des Monte Cofano steigen, einem markanten Kalksteinberg, der sich spektakulär zwischen Castelluzzo und Custonaci direkt aus dem Meer erhebt.
Doch auch hier ist der Gipfelpfad wegen Steinschlags gesperrt – schade, aber Sicherheit geht vor.
Wir entscheiden uns, den Monte Cofano zu umrunden – und das ist keine schlechte Alternative!
Vom Parkplatz aus geht es zunächst zur „Tonnara del Cofano“, einem alten Thunfischverarbeitungsbetrieb mit gleichnamigem Turm. Der „Torre della Tonnara“ ist ein typisches Beispiel der Küstentürme, die einst als Schutz vor Piraten dienten.

Heute ist er ein fotogenes Relikt, das wunderbar in die wilde Küstenlandschaft eingebettet ist. Von dort aus geht es hinauf Richtung Gipfel, doch später zeigt sich, das der endgültige rechtsabzweigende Gipfelpfad gesperrt ist.

Nach einer Pause am Strand von Cornino geht es weiter zum „Torre San Giovanni“, einem alten Leuchtturm, der heute nicht mehr in Betrieb ist, aber trotzdem majestätisch auf einem Felsplateau thront.

Von hier aus hat man einen fantastischen Rundblick über die Küste, den Golf von Bonagia und zurück zum Monte Cofano – eine echte Postkartenansicht.

Die Wanderung „Runde um den Monte Cofano“ findest du hier
Am Abend haben wir uns dann noch leckere selbst gebratene Schwertfischsteaks gegönnt mit schöner Bruscetta als Vorspeise.
Zurück zur Ruhe
So schön die Landschaft rund um San Vito Lo Capo auch ist – die Menschenmassen am Strand machen es mir einfach schwer, wirklich zu entspannen.
Also treffen wir am nächsten Tag eine Entscheidung: Zurück in den Süden, zurück zum Spiaggia Lido Fiori – dem „Blumenstrand“, der uns schon beim ersten Besuch begeistert hat.
Blumenstrand, neuer Platz, besseres Gefühl
Diesmal fahren wir aber nicht auf den Stellplatz „Boomerang“, sondern entscheiden uns für den Campingplatz „La Palma“, der unterhalb der Stadt Menfi liegt.
Und was sollen wir sagen: Ein Volltreffer!

Der Campingplatz liegt direkt am kilometerlangen, feinsandigen Strand, nur wenige Schritte vom Van zum Wasser, und – das Beste: kaum Menschen.
Ein paar andere Camper, viel Platz, keine Hektik, kein Lärm, nur das Rauschen des Meeres und das Zirpen der Zikaden.
Unser neues Zuhause auf Zeit
Wir richten uns ein und spüren sofort: Hier bleiben wir!

Für die nächsten acht Tage soll dieser Ort unser Zuhause sein – ein Ort zum Durchatmen, Baden, Spazieren, Lesen, Kochen, Motorradfahren und einfach zum Seele baumeln lassen.
Ein Tag zum Durchatmen
Einkaufen, Faulenzen und ein Aperol am Meer
Heute gönnen wir uns einfach mal einen echten Ruhetag – und das fühlt sich herrlich an. Kein Programm, keine Wanderung, keine kurvigen Straßen. Stattdessen: lesen, entspannen, baden, spazieren gehen.
Der Blumenstrand zeigt sich wieder von seiner besten Seite – weit, ruhig, mit feinem Sand und dem beruhigenden Rauschen des Meeres im Hintergrund.
Am Vormittag fahren wir kurz nach Menfi, um in ein paar Läden frisches Gemüse und Fisch für den Abend zu besorgen.

Nach unserer Rückkehr lassen wir den Nachmittag ganz entspannt an uns vorbeiziehen.
Ein ausgedehnter Spaziergang am Strand, ein Bad im angenehm warmen Wasser und ein Aperol Spritz in einer kleinen Bar direkt in Strandnähe – mehr braucht es heute nicht zum Glücklichsein.
Am Abend wird gekocht: Aus unserem frischen Einkauf entsteht eine würzige, aromatische Fischsuppe, die wir draußen vor dem Van genießen – mit Meeresrauschen und einem wunderschönen Sonnenuntergang. So darf es gerne weitergehen!

Ein Fest für alle Sinne in Menfi
Samstags ist Markttag
Heute ist Samstag, und das bedeutet: Markttag in Menfi!
Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Früh am Morgen satteln wir das Motorrad und machen uns auf den Weg in die wenige Kilometer entfernte Stadt.
Auch dieser Markt ist mal wieder ein Fest für alle Sinne: Überall duftet es nach frischen Kräutern, reifem Obst und Gemüse, gegrillten Köstlichkeiten und aromatischem Käse.
Es gibt wirklich alles, was das kulinarische Herz begehrt – von sonnenreifen Tomaten über fangfrischen Fisch bis zu duftendem Brot und Gewürzen aller Art.
Daneben natürlich Klamottenstände ohne Ende – ein bisschen wild, ein bisschen chaotisch, aber typisch süditalienisch und mit ganz eigenem Charme.
Wir schlagen ordentlich zu: Gemüse, Obst, Käse, Oliven, einen ganzen Zopf Knoblauch und ein paar Spezialitäten, die wir einfach probieren müssen.
Schwer beladen geht es dann zurück zum Campingplatz – mit vollen Taschen Vorfreude auf das, was wir aus diesen Zutaten zaubern werden.

Jetzt heißt es erstmal: Füße hoch, durchatmen und den restlichen Samstag genießen.
Sciacca, marode Schönheit
Ein Ausflug nach Sciacca
Nach einigen entspannten Tagen am Blumenstrand kommt doch ein bisschen Tatendrang auf. Also machen wir am Morgen das Motorrad startklar und fahren ins etwa 30 Kilometer entfernte Sciacca – die Sizilianer sprechen es „Schakka“ aus.

Sciacca ist eine dieser Städte, die zwischen Charme und Verfall balancieren. Wir bummeln durch die Gassen, entdecken wunderschöne, teils marode Palazzi, liebevoll gestaltete Hauseingänge, verwitterte Fassaden und versteckte kleine Plätze.
Hier hat alles Patina – nichts ist herausgeputzt, aber gerade das macht den besonderen Reiz aus.
Von oben genießen wir den weiten Blick über den Hafen, wo die Fischfangflotte von Sciacca liegt – einer der wichtigsten Fischereihäfen an der Südküste Siziliens.
Abends Fisch und Pizza am Meer – Genuss in Porto Palo
Nach einem ausgedehnten Spaziergang und einem Aperol in einer kleinen Bar kehren wir am Nachmittag zurück zum Campingplatz, verbringen ein paar entspannte Stunden am Strand und freuen uns dann auf den Abend.
Mit dem Moped fahren wir nach Porto Palo, einem kleinen Fischerort westlich von Menfi, und gehen dort im Restaurant „Kalea“ essen.
Frittierter Fisch und Salat als Vorspeise sowie leckere Pizza und ein schöner Sonnenuntergang über dem Meer sind der perfekter Abschluss für diesen Tag.

Selinunt
Wer rastet, der rostet – mit dem Motorrad nach Selinunt
Nach einigen entspannten Strandtagen kribbelt es uns wieder in den Beinen. Also: Motorrad gesattelt, Helm auf und ab geht’s – Richtung Westen nach Selinunt, nur etwa 30 Kilometer entfernt.
Ein kurzer Abstecher – aber einer, der sich mehr als lohnt.
Selinunt – antike Welt mit Meeresblick
Die antike Stadt Selinunt (Selinunte) war einst eine der mächtigsten griechischen Städte auf Sizilien. Heute ist sie eine der größten archäologischen Stätten Europas – und ein beeindruckendes Zeugnis vergangener Zeiten.

Bereits beim Eintritt wird klar: Das Gelände ist riesig! Wer nicht gut zu Fuß ist, kann zum normalen Ticket (17 € pro Person) ein Zusatzticket für einen elektrischen Wagen buchen, der zwischen den Tempelbezirken pendelt.
Wir sind gelaufen – und ja, man kommt hier locker auf 6 bis 10 Kilometer, je nachdem, wie neugierig man ist…
Was es zu sehen gibt:
Tempel E im Ostbezirk – teils rekonstruiert und majestätisch auf einer kleinen Anhöhe gelegen. Vermutlich war er der Göttin Hera geweiht. Was für ein magischer Ort -wir konnten uns nur sehr schwer losreißen.
Die Akropolis – auf einem Felsplateau gelegen, mit Mauerresten, weiteren Tempeln und großartigem Rundumblick aufs Meer.
Weiter westlich die Ruinen des nie vollendeten Tempels G, dessen gewaltige Ausmaße heute noch erahnen lassen, wie monumental er einst geplant war.

Die Kombination aus uralten Steinen, wilder Natur und Meeresrauschen ist etwas ganz Besonderes.
Wir genießen den Rundgang in vollen Zügen, machen viele Fotos und lassen uns Zeit – auch wenn die Sonne ordentlich brennt.
Antiquarium Baglio Florio – Geschichte zum Anfassen
Ein Highlight unseres Besuchs ist auch das Antiquarium „Baglio Florio“, das sich am westlichen Ende der Anlage befindet. In dem ehemaligen Gutshof sind heute bedeutende Funde aus Selinunt ausgestellt – darunter kunstvolle Metopen (Reliefplatten), Keramiken und Alltagsgegenstände aus griechischer und punischer Zeit.

Die Ausstellung ist sehr gut gemacht und gibt einen tollen Überblick über das Leben in der antiken Stadt. Ein angenehmer, kühler vollklimatisierter Rückzugsort nach dem sonnigen Rundgang – und absolut empfehlenswert!
Sambuca di Sicilia
Ausflug nach Sambuca di Sicilia – zwischen Verfall und Fernblick
Und auch am nächsten Tag können wir es nicht lassen und unternehmen erneut einen Ausflug – diesmal geht es ins Inland, nach Sambuca di Sicilia. Das Dorf liegt malerisch auf einem Hügel oberhalb des Lago Arancio, einem künstlich angelegten Stausee, der das trockene Umland mit Wasser versorgt und gleichzeitig ein beliebtes Naherholungsgebiet ist.

Sambuca di Sicilia wurde in den letzten Jahren international bekannt – und das nicht wegen seiner Weine oder seiner Lage, sondern wegen einer sehr besonderen Aktion:
Die Gemeinde verkaufte verfallene Häuser für einen Euro, um dem massiven Bevölkerungsrückgang entgegenzuwirken. Das sorgte weltweit für Schlagzeilen – und lockte Investoren, Künstler, Auswanderer und Neugierige aus aller Welt an. Einige der alten Gebäude wurden inzwischen restauriert, viele andere stehen noch immer leer und verfallen langsam weiter.

Wir treffen genau den Markttag –kaufen aber nichts. Schlendern durch die engen, steilen Gassen. Es gibt einiges zu entdecken: verzierte Türen, uralte Steinfassaden, verschnörkelte Fenster und Balkongesimse und halb verfallene Häuser, die vom ehemaligen Glanz zeugen.
Am Belvedere genießen wir den tollen Ausblick auf die umliegenden Hügel – ein ruhiger, weiter Blick, fast toskanisch mutet die Landschaft an.
Ein Ort, der zwischen Verfall und Charme schwankt – wie so viele im sizilianischen Hinterland.
Besonders eindrucksvoll, aber auch traurig, ist der Zustand der „Chiesa Madre di Sambuca“, der Hauptkirche des Ortes. Von außenschon recht marode, doch im Inneren: bröckelnder Putz, beschädigter Stuck, abgesperrte Bereiche – hier wird der Spagat zwischen Erhalt und Verfall fast greifbar.

Trotzdem: Sambuca hat etwas – ein Ort mit Geschichte, Wehmut und Potential. Wir sind froh, diesen Abstecher gemacht zu haben. Und wer weiß – vielleicht kaufen wir beim nächsten Besuch ja auch ein Haus für einen Euro…? -Ganz sicher nicht 😉
Ein kulinarischer Abschluss nach einem ereignisreichen Tag
Auf dem Rückweg von unserem Ausflug nach Sambuca di Sicilia legen wir noch einen kurzen Stopp in Menfi ein. Wir ergänzen unsere Vorräte und kaufen in einem Fischgeschäft schönes „Misto di mare“ – eine Meeresfrüchtemischung und zwei Tintenfische, die förmlich nach einem leckeren Gericht rufen.
Zurück am Campingplatz chillen wir am Wohnmobil bzw. Strand werfen am Abend die gusseiserne Pfanne an und zaubern ein mediterranes Risotto mit frischen Meeresfrüchten, dazu ein Glas kühler Weißwein aus der Region – ein würdiger Abschluss für diesen rundum gelungenen Tag.

Rückfahrt von Palermo
Chaos, Entspannung und Abschied
Die Tage auf Sizilien neigen sich dem Ende. Wir brechen unsere „Zelte“ ab und fahren am Nachmittag des Folgetages nach Palermo. Kurz bevor wir die Stadt erreichen, haben wir noch schnell ein paar Leckereien (war eher ein Großeinkauf) für zu Hause eingekauft – sizilianische Spezialitäten, die uns an die Reise erinnern werden.
Der Verkehr Palermos ist, wie erwartet, chaotisch und zähfließend. Als wir am Hafen ankommen, sind wir dankbar, dass wir uns einen großzügigen Puffer von drei Stunden eingeräumt haben. Allein für den letzten Kilometer bis zum Hafengelände benötigen wir im Stopp-and-Go-Verkehr über eine Stunde.
Das Boarding verläuft dann erfreulich zügig. Wir haben eine komfortable Außenkabine gebucht und freuen uns auf den Abend an Bord.

Pünktlich um 21:30 Uhr legt das Schiff ab – während wir beim Abendessen sitzen und langsam Sizilien hinter uns lassen, breitet sich ein Gefühl von Zufriedenheit und Wehmut aus.

Heimkehr und Fazit
Am nächsten Tag erreicht das Schiff überpünktlich den Hafen von Genua.

Schon um 17:00 Uhr sind wir wieder auf der Autobahn, unterwegs Richtung Mailand, vorbei am Lago di Lugano und über den San Bernardino bis nach Lindau am Bodensee, wo wir für die Nacht eine Pause einlegen.
Am Folgetag kommen wir gegen 10:00 Uhr wohlbehalten zu Hause an. Eine erlebnisreiche und bewegte fünfwöchige Reise liegt hinter uns – voller atemberaubender Landschaften, spannender Erlebnisse und kulinarischer Highlights. Sizilien hat uns mit seiner Schönheit, seinem Charme und seiner Vielfalt tief beeindruckt. Wir nehmen viele wunderbare Erinnerungen mit – und freuen uns jetzt schon auf die nächste Abenteuerfahrt mit unserem Van.
Sizilien 2025: Bis zum nächsten Mal, Bella Italia!
Übersichtskarte unserer Route
























































































































































































































































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