Kroatien Mai 2013

Istrien, Labin

Pfingsturlaub 17.05.-01.06.2013

Freitag, 17.05.2013

Gegen 03:00 Uhr fahren wir los. Über die Tauernautobahn, den Karawankentunnel und Slowenien geht es gemütlich nach Kroatien. Nachdem wir in Slowenien wegen einer Baustelle fast eine Stunde im Stau gestanden haben kommen wir gegen 15:00 Uhr in Labin, einer kleinen Stadt an der Ostküste Istriens, an.
Da noch etwas Zeit ist, bis wir unser Haus beziehen können, parken wir auf dem historischen Marktplatz von Labin und machen es uns in einem Cafe gemütlich. Auf schmaler Straße geht es dann Richtung Sveta Marina. In der Ortschaft Skrokoni (8 10 Häuser) werden wir herzlich von Marija und Bonito, unseren Vermietern begrüßt. Das Haus liegt in herrlicher Lage oberhalb von Duga Luka, mit fantastischem Blick Richtung Cres und der nordkroatischen Küste und einem liebevoll angelegten Garten. Marija spricht sehr gut Deutsch und stellt uns ein Abendessen in Aussicht.
Wir richten uns ein und erkunden zu Fuß die Gegend, insbesondere das ca. einen Kilometer bergabwärts gelegene Sveta Marina.
Das Abendessen ist wunderbar und besteht aus Nudeln mit wildem Spargel und frischem Salat. Dazu gibt es von Bonito selbst hergestellten Rotwein aus dem hauseigenen „Weinkeller“. So kann der Urlaub beginnen …

Samstag, 18.05.2013

Nach einer herrlich ruhigen Nacht und unserem Frühstück auf der Meerblickterrasse im Garten fahren wir nach Labin. Die kleine Stadt besteht aus zwei getrennten Teilen, der Altstadt auf einem 320 Meter hohen Hügel oberhalb der Küste von Rabac und dem neuen Stadtteil namens Podlabin unterhalb des Hügels auf der dem Meer abgewandten Seite.
Nur 3 Kilometer vom Meer entfernt, war das malerische Städtchen schon 2000 Jahre v. Chr. bewohnt. Sein alter Name Albona oder Alvona ist keltisch/killyrischer Herkunft und bedeutet „Stadt auf dem Hügel“ bzw. „hohe Siedlung“. Wahrscheinlich wurde die Stadt im 4. Jh. v. Chr. von den Kelten an der Stelle einer vorgeschichtlichen Burgruine gegründet. Die Altstadt hat einen mittelalterlichen Festungscharakter.
Wir lassen für heute aber die Altstadt „links liegen“ und suchen uns einen Supermarkt, um für die kommenden Tage einzukaufen.
Als wir zurückkommen und alles verstaut haben ist es bereits nach 14:00 Uhr. Da wir uns gestern nur einen kurzen Überblick über Sv. Marina, es sind eh nur ein paar Häuser, verschafft haben, laufen wir jetzt erneut in diese kleine Ansiedlung am Meer. Setzten uns an den Stand und genießen die Sonne, erkunden die rechte Seite der Bucht und dann die linke, mit dem Campingplatz Sv. Marina. Sowohl die verträumte Bucht als auch der Campingplatz gefallen uns sehr gut. Vielleicht kommen wir mal mit unserem WoMo hierher –wer weiß?

Am Abend gehen wir noch über einen kleinen Pfad, den ich am Vortag schon erkundet habe, am Haus steil hinunter in die Bucht von Duga Luka. Es gibt einen ganz schmalen kleinen Strand und da es noch so schön sonnig und einsam ist gehen wir im Adamskostüm schwimmen.

Sonntag, 19.05.2013

In Labin soll es eine Markthalle geben. Daher machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg. Die Markthalle ist nicht besonders groß, bietet aber alles was das Herz begehrt. Im Untergeschoss befinden sich etliche Gemüsestände mit frischem Gemüse, sowie eine angrenzende Fischhalle in der man frischen Fisch kaufen kann. Im Obergeschoss sind Bäcker und Metzger angesiedelt. Natürlich sind wir nicht nur zum „Gucken“ hierher gefahren, bepackt mit frischem Obst und Gemüse kommen wir wieder zu Hause an. Den Tag vertrödeln wir heute im Garten …
Am späten Nachmittag fahren wir nach Sveta Marina und von dort aus nach Ravni. Hier gibt es am Ortsausgang am Meer gelegen schöne Badeplattformen mit Einstiegsleitern ins türkisblaue, klare Wasser. Wir erkunden die Gegend bevor wir wieder nach Sv. Marina zurückfahren. Am Campingplatzeingang gibt es eine Pizzeria (Pizzeria Marino). Wir konnten schon gestern kaum widerstehen und so beschließen wir den heutigen Tag mit leckerer Holzofenpizza.

Montag, 20.05.2013

Heute machen wir eine kleine Wanderung. Unterhalb der Altstadt von Labin geht rechts eine kleine Treppe nach unten, ein Pfeil weist den Weg nach Rabac.

Anfangs geht es über Wiesengelände später durch Wald immer leicht bergab Richtung Rabac.
Der Weg begleitet wenig später einen Bach, der sich über einem Wasserfall ergießt.

Kurz vor Ende des Abstiegs kommen wir dann an einem riesigen Wasserfall vorbei, der sich ca. 10 Meter in die Tiefe stürzt.
Von hier aus hat man auch einen schönen Blick über die Bucht von Rabac.

In Rabac wird Tourismus groß geschrieben. Die Ortschaft liegt direkt am Meer Die Anfänge des Tourismus reichen an das Ende des 19. Jahrhunderts zurück, als erste Ausflügler Rabac besuchten und die ersten Sommerhäuser für Touristen entstanden. Leider wird der hintere Teil der Bucht von einigen großen Hotel-Beton-Klötzen aus der Jugoslawien-Ära verschandelt. Dem Besucheransturm tut dies jedoch keinen Abbruch.
Der schönere Ortsteil liegt unseres Erachtens am vorderen Teil der Bucht, wo sich auch ein kleiner
Hafen und schöne Cafes und Restaurants befinden. Hier beenden wir unsere Wanderung und genießen die Sonne und das geschäftige Treiben am und um den Hafen.
Zurück kann man nach der Wanderung mit dem Bus fahren. Wir haben jedoch den Vorteil, dass Andej mit dem Auto nach Rabac gefahren ist und uns wieder mit nach hause nimmt.
Am Abend grillen wir in „unserem“ schönen Garten.

Dienstag, 21.05.2013

Heute machen wir einen Ausflug per PKW. Über Sveta Marina geht es über Crni, Ravni Drenje, Skvaranska nach Skitaka. Die Fahrt geht über eine sehr schmale und im weiteren Verlauf sehr steile Straße mit tollen Ausblicken durch eine fast gottvergessene Gegend (zumindest um diese Jahreszeit). Ab Skitaka blickt man über den südlichen Teil der Ostküste Istriens. Von Skitaka fahren wir weiter zum Campingplatz Turanica. Ich habe in einem Reiseführer von diesem Platz gelesen und will mir einen Eindruck verschaffen. Die Lage des Platzes ist hübsch unter schattigen Bäumen gelegen. Alles hat jedoch anscheinend schon „bessere Tage“ gesehen. Insgesamt macht der Platz auf mich einen etwas verwahrlosten Eindruck. Vielleicht liegt es aber daran, dass wir im Moment noch keine Saison haben und das Gelände noch nicht „aufgehübscht“ ist.
Nach einem Spaziergang über und um das Gelände fahren wir weiter an dieser Küstenseite. Da es Maria jedoch nicht besonders gut geht, beschließen wir nach wenigen Kilometern rechts abzubiegen und nach Skrokoni zurückzufahren. Den Nachmittag verbringen wir im Garten am Haus. Am Abend gönnen wir uns erneut die leckere Pizza der Pizzeria Marino.

Mittwoch, 22.05.2013

Wir fahren nach Pula. In der Nähe des Amphitheaters finden wir einen Parkplatz und machen uns auf zur Stadtbesichtigung.

Als Erstes sehen wir uns den Markt an der großen Markthalle an, testen Olivenöle, probieren verschiedene Käsesorten, lassen uns treiben und kaufen natürlich auch ein paar Kleinigkeiten. In einem der Cafes im Obergeschoss der Markthalle trinken wir einen Kaffee mit Blick auf das geschäftige Treiben.
Wir bummeln durch die Altstadt, besichtigen den Triumphbogen der Familie Sergei, der zwischen 29 und 27 vor Christus zur Erinnerung an den Sieg Octavians in der Schlacht bei Actium erbaut wurde, die Franziskanerkirche mit dem Kloster und schönem Kreuzgang sowie die Festung Kaštel) mit dem historischen Museum.

Außerdem stehen noch der Augustustempel am Forum, der der Göttin Roma und dem Kaiser Augustus gewidmet ist sowie das Amphitheater auf dem Programm.
Das Amphitheater ist natürlich die Hauptsehenswürdigkeiten und zugleich das Wahrzeichen der Stadt.

Es wurde unter Kaiser Augustus erbaut und unter Kaiser Vespasian erweitert. Mit einer Größe von 133×105 Metern, bot es etwa 23.000 Menschen Platz und ist damit eines der größten von den Römern erbauten Amphitheater. Die in großen Teilen erhaltene Fassade hat eine Höhe von 32,5 Metern und ist wirklich beeindruckend.
Unter dem Theater befindet sich ein kleines sehenswertes Museum.
Ziemlich erschöpft und hungrig manifestiert sich am Spätnachmittag der Wunsch nach einem Restaurant am Meer.
Nach einem Blick in die Karte fahren wir nach Fazana, einer kleinen Ortschaft unweit von Pula und finden im Restaurant „Marina“ ein schönes Plätzchen am Hafen. Das Essen ist wunderbar und der Blick aufs Meer sowieso …

Donnerstag, 23.05.2013

Heute steht uns der Sinn nach Wandern.
Direkt ab Haustüre versuchen wir um den hinter der Ortschaft Skrokoni liegenden Taleinschnitt herumzuwandern. Leider hört der Weg nach ca. zwei Kilometern mitten in der Macchia auf, so dass wir umkehren und einen anderen Weg probieren müssen. Nach etlichem Hin- und Her treffen wir auf die schmale Straße die nach Crni führt. Dieser folgen wir bis wir oberhalb von einer Schönen Bucht auf einen schmalen Weg treffen, der uns nach Sveta Marina führt. Hier lassen wir uns erst einmal in der Konoba am Supermarkt nieder und kühlen uns mit entsprechenden Getränken.
Am Abend kochen wir mal selber. Da überall Salbei wächst gibt es heute leckere Salbeinudeln.

Freitag, 24.05.2013

Heute regnet es. Daher wird die Küche zur „Spielhölle“. Nach über vier Stunden Siedler-Spiel ist der Regen vorbei. Mittlerweile ist es Nachmittag. Zu Fuß erkunden wir die schöne Bucht, die wir gestern unweit von Sveta Marina entdeckt haben. Da wir eh schon in Sveta Marina sind, besuchen wir am Spät-nachmittag erneut unsere Lieblingspizzeria.
Am Abend bauen wir zum zweiten Mal an diesem Tag unser Siedlerspiel auf …

Samstag, 25.05.2013

Heute ist das Wetter wieder schön. Wir beschließen das nähere Hinterland zu erkunden. Zunächst fahren wir zur Ortschaft Pican.

Pićan (auf 360 m Höhe gelegen) ist ein ehemaliger Bischofssitz mit 320 Einwohnern. Die Ortschaft soll den mit 48 Metern höchsten Glockenturm Istriens beherbergen. Außerdem bietet das Örtchen wohl sonst noch einiges: es war Sitz der fünften Diözese in der Geschichte des Christentums. Die Pfarrkirche Verkündung der Hl. Jungfrau Maria hat heute noch den Status einer Kathedrale, obwohl die Diözese schon im Jahr 1788 aufgelöst wurde. Der Ehrentitel der Bischöfe von Pićan wird noch heute kirchlichen Würdenträgern verliehen.
Leider wird die gesamte Ortschaft zurzeit (Mai 2013) renoviert. Viele Häuser sind verlassen werden jedoch hergerichtet/renoviert.
Wir betreten das kleine Dorf durch ein monumentales Stadttor. Kurz darauf stehen wir am Glockenturm. Da die Türe offen ist lassen wir es uns nicht nehmen den Turm zu besteigen. Belohnt werden wir mit einer großartigen Aussicht. Ein paar Schritte weiter treffen wir auf den Bischofspalast und die Kathedrale „Verkündung der Hl. Jungfrau Maria“. Bemerkenswert an dieser Kirche ist, dass die Kirchenbänke auf alten in den Boden eingelassenen Grabplatten stehen. Auch auf dem Platz vor der Kirche sind Grabplatten in den Boden eingelassen.
Nach unserer kleinen Besichtigungstour fahren wir weiter nach Gračišće, einer Nachbarortschaft von Pacin.

Das mittelalterliche Städtchen Gračišće steht vollständig unter Denkmalschutz. Aufmerksam wurden wir auf diesen Ort, weil in einem unserer Reiseführer der Wanderweg „Weg des Heiligen Simeon“ so beschrieben wurde:
„Durch die Umgebung von Gračišće erstreckt sich der markierte und eingerichtete Wanderweg des heiligen Simeon, der etwa 10 km lang ist, und auf welchem sich Sopot befindet, einer der schönsten istrischen Wasserfälle. Wenn sie spazieren wollen, nehmen sie passende Schuhe und Kleidung mit, weil man für den ganzen Wanderweges ungefähr drei Stunden langsamen Spaziergangs braucht.“
Aber zuerst besichtigen wir Gračišće. Das beschauliche Dorf fügt sich malerisch in die sanfte Hügellandschaft der kroatischen Toskana ein. Es gibt etliche hübsche und sehenswerte Gebäude, z. B. ein Stadttor, einen alten Wehrturm und die auf einem Plateau gelegene Kirche „Sv. Vitus“ (weißes Gebäude), von der aus man einen schönen Panoramablick über die Hügel und das „Učka-Gebirge“ hat.
Unsere Wanderung starten wir am Ausgang Gračišće am alten Stadttor. Hier gibt es auch eine Infotafel über den Weg, leider ist sie in einem Zustand der es nicht mehr ermöglicht irgendwelche Informationen aus ihr zu entnehmen.

Ziemlich steil geht es auf markiertem Weg (weißer Kreis auf rotem Untergrund) abwärts. Nach ein paar Minuten kommt man zur Kirche „Sv. Šimuna“. Daher der Name des Wanderwegs. Die Kirche des „Hl. Simon“ wurde im 15. Jh. errichtet heute ist sie leider eine Ruine.
Der geröllige Weg ist ziemlich ausgewaschen und gleicht an manchen Stellen eher einem schmalen steilen Bachbett als einem Wanderweg. Gut, dass wir Wanderschuhe angezogen haben. Nach etlichen Höhenmetern treffen wir auf den Weiler „Žlepčari“. Er bestand früher aus mehren Wassermühlen, die heute leider alle verfallen sind.

Ab hier ändert sich die Landschaft und wir wandern an Wein- und Getreidefeldern vorbei.

An einer alten Steinbrücke treffen wir plötzlich unerwartet auf einen Wasserfall. Es ist einer der schönsten und höchsten Wasserfälle Istriens und heißt „Sopot“.
Unmittelbar hinter der Brücke stürzt er über eine Felskante 30 Meter in die Tiefe.
Dies ist zweifellos der Höhepunkt unserer Wanderung. Die idyllische, ruhige Landschaft liegt um uns, die Grillen zirpen und vor uns tost der Wasserfall. Am Fuß des Wasserfalls bildet dieser einen kleinen grünen See.

Ab hier führt uns unser Weg wieder bergan. Zunächst erreichen wir den Weiler „Lovrići“. Von dort geht es dann auf asphaltiertem Sträßchen richtig bergauf.

Irgendwann zweigt unser Wanderweg links ab und auf schmalem Wiesenpfad erklimmen wir den Hügel der Kapelle „Sv. Marija Magdalena“. Oben angekommen trägt sich Christian in das dort ausliegende Wanderbuch ein während Maria und ich die tolle Aussicht genießen. Hoch aufragend, ist hinter dem fruchtbaren Gebiet „Čepićko Polje“ das „Učka-Gebirge“ zu sehen. Rechts davon sieht man die Ausläufer der Bucht von „Plomin“.

Leider ist die im 15. Jahrhundert erbaute Kirche verschlossen. Wir können uns auch nicht lange aufhalten. Der Himmel hat sich mittlerweile so zugezogen, dass wir befürchten demnächst nass zu werden. Wir beeilen uns also weiterzugehen. Leider ist der Weg im weiteren Verlauf asphaltiert. Der Belag sieht aus als ob er erst vor kurzem aufgebracht worden wäre. Erst als wir die Höhe fast wieder erreicht haben zweigt links unser Wanderzeichen ab und bringt uns auf einem Schotterweg zurück nach Gračišće.
Hier lassen wir uns in der Konoba Marino nieder. Das Wetter hat doch gehalten. Jedoch ist es kühl geworden, so dass wir bald nach Innen umziehen und uns am offenen Kamin mit einer istrischen Weinsuppe wärmen.
Als nächstes fahren wir auf der Straße weiter zum nahe gelegenen (ca. 1 Kilometer außerhalb von Gračišće) Weingut der Familie Bazon Die Winzerei „Vina Bazon“ hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Es wird vor allem Merlot und Malvasia angebaut.
Wir werden vom Hausherrn nett empfangen. Der Sohn des Hauses nimmt uns dann in den Verkostungsraum, einen großen Saal mit mehreren großen langen Tischen, mit und wir „testen“ uns erst einmal durch die verschiedenen Kostproben des Weingutes. Etliche Flaschen wechseln ihren Besitzer bevor wir die Rückfahrt antreten.
In der Nähe von Labin suchen wir noch ein Restaurant, das uns empfohlen wurde. Es heißt Tomazici und befindet sich in einer Gegend die Nedescina heißt. Über eine Stunde suchen wir. Endlich nach mehrmaligem Fragen finden wir es endlich. Hier wollen wir in ein paar Tagen vielleicht zum Essen wiederkommen.
Jetzt müssen wir uns jedoch sputen, denn heute Abend hat Marija, unsere Vermieterin, für uns gekocht. Gerade noch rechtzeitig kommen wir zum Essen. Es gibt als Erstes eine leckere Rindersuppe, danach istrisches Rindfleisch und Lamm, dazu Salate und als Nachtisch Mandelkuchen. Das Ganze gekrönt von Bonitos Hauswein … mh!!

Sonntag, 26.05.2013

Da heute ein Familienmitglied einen runden Geburtstag hat kaufen wir noch vor dem Frühstück in der Markthalle von Labin Blumen ein, und decken dann gemeinsam den Frühstückstisch.

Für heute ist ein Ausflug an der Ostküste Istriens geplant. Wir fahren über Plomin nach Brsec steigen immer wieder einmal aus und genießen die tollen Ausblicke in die Kvarner Bucht.
Das nächste Ziel ist die Ortschaft Moscenice. Moscenice ist über 600 Jahre alt und liegt auf der steilen Felsküste des Učka-Gebirges gegenüber der Insel Cres.
Wir besichtigen den Ort und streifen durch die engen Gassen, vorbei an den Jahrhunderten alten Häusern.


Vor dem alten eigentlichen Ort befinden sich ein größerer Platz und ein kleines Hotel mit Restaurant/ Cafe und großer Sonnenterrasse. Hier lassen wir uns nieder.

 Die Aussicht über die Kvarner Bucht ist unbeschreiblich.
Nach kurzer Weiterfahrt erreichen wir Moscenicka Draga, einen beliebten liebenswerten Badeort an den Ufern der Kvarner Bucht. Leider ist es heute zum Baden zu kalt, so dass wir uns auf einen Spaziergang entlang der Strandpromenade, an der es etliche Villen aus der Zeit Ende/Anfang 1800/1900 zu bestaunen gibt, beschränken.

Die Rückfahrt führt uns diesmal auf der Küstenstraße zurück nach Plomin. Hier fahren wir in die Bucht vor, vorbei am Kohlekraftwerk bis zum Hafen. Nach einem kleinen Spaziergang kehren wir im dort liegenden Restaurant „Riva“ ein und lassen den Nachmittag mit einem köstlichen Essen ausklingen. Dieses Lokal wurde uns empfohlen, außerdem hatten wir es im Gourmet-Führer Istrien entdeckt Die Lage ist zwar nicht umwerfend, daher kann man nur innen sitzen. Das Essen ist aber sehr sehr und noch mal sehr gut, der Service ist aufmerksam aber unaufdringlich und die Einrichtung ist angenehm. Alles in Allem eine TOP-Empfehlung!!

Montag, 27.05.2013

Heute legen wir einen Badetag in der Nachbarbucht von Sv. Marina ein und genießen die Sonne. Am Abend hat Marija wieder für uns gekocht. Es gibt von Bonito selbst gefangene Kalamaris, außerdem Sardinen und Salate. Als Nachtisch serviert uns, Marija noch Apfelstrudel

Dienstag, 28.05.2013

Wandern ist angesagt: Wir wollen zur höchsten Erhebung hier in der Gegend, dem Ostri (531 m) Wir schnüren unsere Wanderschuhe und laufen durch die Bucht von Sv. Marina, dann durch die nächste Bucht, in der wir am Vortag zum Baden waren. Am Ende dieser Bucht beginnt rechter Hand mit rot-weißem Wanderzeichen der Aufstieg.
Nach ca. 30 Minuten stoßen wir auf die Verbindungsstraße Crni – Ravni, der wir etwa 150 Meter nach rechts folgen, bevor es gut markiert linker Hand wieder ansteigt. Auf dem Weg gewinnen wir schnell an Höhe und es bieten sich immer wieder schöne Ausblicke.
Zeitweise führt der Weg durch Schattigen Wald.
Als wir diesen auf der Höhe verlassen, geht es über üppige Wiesen, bis wir wenige Minuten später auf dem Ostri stehen.

Hier gibt es ein Gipfelbuch, in das sich Christian einträgt, außerdem ist ein Stempel einbetoniert, mit dem man, vorausgesetzt man hat ein Stempelkissen dabei, ein persönliches Wanderbuch als Erinnerung verschönern könnte.

Der Stempelabdruck lautet: „Labinski Planinarski Put Ostri- 531 m“. Leider haben wir kein Wanderbuch und so bleibt mir nur übrig diesen zu fotografieren.
Das Gipfelbuch ist ganz interessant, vor allem die Eintragungen eines Mannes mit urbayerischem Namen, der mehrmals im Jahr hierher wandert und sich immer wieder einträgt. Zurück wandern wir auf gleichem Weg.

Für den Nachmittag haben wir die Erkundung der Altstadt von Labin aufs Programm geschrieben. Wir erkunden die Gassen von Labin, sehenswert sind vor allem das Stadttor, der Glockenturm und die Kirche.

Am Abend fahren wir zum Restaurant Tomazici, das wir vor ein paar Tagen ausgekundschaftet haben. Diesmal finde ich die Adresse wieder. Anders geht es Andrej der von einem Ausflug aus Rovinj kommt und die Adresse in sein Navi eingegeben hat. Nach mehrmaligen Telefonaten hin- und her gebe ich mein Telefon dem Wirt, der sich erklären lässt wo ungefähr Andrej steht. Dann setzt er sich in seinen Wagen und holt Marias Bruder ab.
Das Lokal ist wirklich schwer zu finden aber auch eine echte Empfehlung. Der Inhaber bereitet die Steaks am offenen Kamin zu.
Da wir heute Abend die einzigen Gäste sind (ein paar Tage zuvor haben wir noch nicht einmal einen Parkplatz bekommen!) wählen wir den Tisch direkt am offenen Feuer und lassen uns unser Essen schmecken.
In einem Artikel den ich im Internet gefunden habe heißt es: „In diesem von der Familie Licul-Verbanac geführten Restaurant im Dorf Tomažići bei Labin erlebt man die wahre heimische Küche und die Vielfalt der autochthonen Gerichte aus der Region. Auf der Speisekarte stehen unter anderem grüne, mit frischem Kuhmilchkäse gefüllte Tortiglionis aus frischem Basilikum, Pasutice (heimische Teigware) mit Salz-Anchovis und Lauch sowie süße Krafi (Labiner Ravioli) mit Drei-Käse-Füllung und Rosinen mit einem Stich Orangen- und Zitronenkruste in Wallnuss-Soße. Außerdem beherbergt das Lokal einen eigenen Weinkeller mit ausgelesene istrischen Weinen“.
Hier die Adresse:
Restaurant Tomazici
Familie Licul-Verbanac
Tomazici 59a, Nedescina
Tel.: 00385 (0)52 865 535

Mittwoch, 29.05.2013

Heute ist ein „fauler Tag“. Den Vormittag vertrödeln wir im Garten.

Am Nachmittag fahren wir an den Strand nach Sv. Marina um noch ein paar Sonnenstrahlen am Meer einzufangen.
Am Abend Grillen wir mal wieder.

Donnerstag, 30.05.2013

Nach dem „Faulenzertag müssen wir uns wieder bewegen. Nach dem Frühstück werden die Wanderschuhe angezogen. Hinter „unserem“ Haus laufen wir auf schmalen Pfad fast bis zur Bucht von Duga Luka und dann links ab um diese herum.
Auf der anderen Seite der Bucht stoßen wir auf einen Feldweg der uns zur Zufahrtsstraße nach Duga Luka führt. Wir laufen rechter Hand durch die kleine Ansiedlung, die fast nur aus Ferienhäusern besteht. Am Ortsende geht es rechts ab zu einer kleinen Marina. An dieser vorbei laufen wir immer am Wasser entlang durch einen kleinen Laubwald auf engem markiertem Pfad immer weiter bis wir endlich die Spitze von Duka Luka erreichen.

Um die Spitze herum wandern wir auf der anderen Seite der Landzunge bis auf Höhe der Ortschaft zurück, um dann wieder auf die Straße zu treffen. Von hier aus gehen wir auf schon bekanntem Weg zurück.

Insgesamt eine schöne Wanderung ca. dreistündige mit tollen Ausblicken aufs offene Meer.
Am Nachmittag fahren wir nach Sv. Marina um dort etwas zu trinken und gehen ein letztes Mal in die Pizzeria Marino.
Später schauen wir uns noch einmal den Campingplatz Marina an und machen ein paar lustige Fotos am dortigen Strand. Am Abend spielen wir das letzte Siedlerspiel für diesen Urlaub.

Freitag, 31.05.2013

Heute regnet es. Der perfekte Tag zum Packen. Als wir am Nachmittag damit fertig sind fahren wir nach Labin und gehen dort noch einmal gemütlich essen.

Samstag, 01.06.2013

In den frühen Morgenstunden verabschieden wir uns bei Dauerregen von Marija und Bonito. 12 Stunden später sind wir wieder zu hause.

Fazit:

Kroatien hat uns sehr gut gefallen. Überall haben wir nette, zuvorkommende und hilfsbereite Menschen getroffen. Viele sprachen deutsch oder englisch, so dass es nie zu Verständigungsschwierigkeiten gekommen ist. Das Meer und die Landschaften sind großartig. Besonders hat uns das Hinterland Istriens gefallen.
Wir kommen wieder …

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