Auf der Fähre nach Peljesac, Blick in die untergehende Sonne

Peljesac, die Insel der Schakale

Bei der gegenwärtigen Kälte denkt man vielleicht schon an den nächsten Urlaub, oder erinnert sich gerne an den letzten…

Wir waren in unserem Sommerurlaub 2016 unter anderem auf der Halbinsel Peljesac. Der Insel der Schakale.
Peljesac? Schakale? Was ist oder soll das denn –denken jetzt bestimmt einige von euch. Peljesac liegt in Süddalmatien und ist wie gesagt eine Halbinsel. Uns hat es dort sehr gut gefallen. Daher wollte ich diese schöne Insel hier noch mal kurz vorstellen.
Zu den Schakalen dann später mehr …

Wie kommt man hin?

Es gibt zwei Möglichkeiten auf die Insel zu gelangen, die eine ist bis Ploce in Südkroatien zu fahren und dort die Fähre (Fährverbindung und Uhrzeiten) nach Trpanj zu nehmen.

So haben wir es gemacht (dauert genau 59 Minuten), -oder man fährt weiter Richtung Dubrovnik, quert den Korridor von Bosnien Herzegowina und biegt bei Mali Ston auf die Insel ab.

Beides hat Vor- und Nachteile. Die Fähre kostet Geld, die Grenzkontrollen in Bosnien Herzegowina und die etwas weitere Fahrt kosten Zeit.

Was gibt es zu sehen?

Sofern man die Insel nicht schwimmend (mit Fähre) erreicht, kann man bereits zu Beginn einer etwaigen Inselrundreise eine der besonderen Sehenswürdigkeiten der Insel besuchen: Die längste Steinmauer Europas, die Mali Ston mit Ston verbindet. Sie ist knapp 5,5 Kilometern Kilometer lang und somit die zweitgrößte, erhaltene Wehrmauer der Welt.

Wem also China zu weit ist, der kann hier mal ausprobieren wie es sich so läuft auf einer Mauer. Ein großer Teil der Mauer von Ston ist restauriert und kann begangen werden. Diese Unternehmung ist recht schweißtreibend, man sollte also früh am Morgen aufbrechen.

Der Mauerwalk lohnt sich auf jeden Fall. Man hat einen tollen Blick über die zwei kleinen Städtchen, die Salinen von Ston und das hügelige grüne Bergland.

Die Mauer wurde übrigens im 14. Jahrhundert von der Stadtrepublik Dubrovnik gebaut, zum Schutz der Stoner Salinen und um den Zugang zur Insel zur kontrollieren.

Sowohl in Ston als auch in Mali Ston kann man herrlich den Tag oder auch Abend in einem der zahlreichen Restaurants oder Cafés vertrödeln. Haben wir leider nicht gemacht, da Teenager auf so was keine Lust haben …

Das Meersalz, das wir in den Stoner Salinen gekauft haben, essen wir zurzeit immer noch. Es ist ausgezeichnet und erinnert uns immer an unseren Aufenthalt.

Das bekannteste und sehenswerteste Städtchen der Insel, schenkt man den Reiseführen Glauben, ist Orebic.
Wir haben uns natürlich selbst ein Bild gemacht. Der Küstenort liegt im Westen der Halbinsel und der Insel Korcula und dem gleichnamigen Ort gegenüber.
Überragt wir Orebic von dem Berg Sv. Ilija. Wir haben hier eine chilligen Vormittag verbracht. Der Ort ist geprägt von alten Villen ehemaliger Kapitäne -sehr pittoresk- den dazugehörigen Gärten und kleinen Gassen.

Unter Palmen sitzend lässt sich der Blick nach Korcula Stadt angenehm genießen. Das Städtchen ist jedoch sehr touristisch geprägt und im Hochsommer bestimmt ein Puplikumsmagnet.

Wir haben einen großen Teil unseres zehntägigen Aufenthalts auf der Insel Peljesac in Loviste verbracht. Das ist der westlichste Ort Peljesacs. Angeblich gibt es die Straße dorthin erst seit Mitte der 80er Jahre.

Loviste ist ein kleiner ruhiger Ort, in einer herrlichen Bucht mit glasklarem Wasser gelegen. Es gibt ein paar Privatpensionen einige Konobas und zwei beschauliche kleine Campingplätze. Ein Ort also ohne großen Touristenrummel …

Ach ja, die Schakale hätte ich ja fast vergessen! Auf Peljesac leben die letzten Schakale Europas. Mehrmals pro Nacht kann man sich durch ihr schauerliches Geheule wecken lassen. Habe ich natürlich gemacht und mit dem Handy aufgenommen.  Hier meine Hörprobe der Schakale von Peljesac.

Unser Hund ist glücklicherweise etwas taub, er hätte sonst wahrscheinlich mitgeheult …

Unser Fazit:

Landschaftlich hat uns Peljesac überrascht. Es ist eine sehr grüne, bergige Insel, die leider auch immer wieder mit Bränden zu kämpfen hat. In den Tälern wachsen nicht nur Oliven-, Pinien- und Feigenbäumen sondern auch Buchen und Eichen und an den Weinhängen die Trauben für exzellente Rot- und Weißweine. Touristenströmen sucht man vergebens, für Ruhe- und Erholungssuchende bestimmt ein Geheimtipp. Wassersportbegeisterte, Radler wie auch Wanderer kommen hier auf ihre Kosten, auch wenn uns es zum Wandern auf den Hausberg von Orebic, den Sv. Ilija zu heiß war.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.