Wülzburg, Blick auf die linke Bastion

Die Wülzburg, tolles Ausflugsziel in Franken

Am Wochenende haben wir ein uns noch unbekanntes Ziel angesteuert, die Hohenzollernfestung Wülzburg.
Obwohl in Ober- Unter und Mittelfranken zuhause, kannte ich dieses Ausflugsziel noch nicht. Ein Besuch lohnt auf jeden Fall.

Die imposante Anlage liegt oberhalb der Stadt Weißenburg, auf der höchsten Bergkuppe der südlichen Frankenalb, dem Wülzberg (630 Meter) . Wer nicht Wandern will, kann die Festung direkt von Weißenburg aus mit dem Auto anfahren. Vor dem Festungsportal gibt es einen kostenfreien Parkplatz. Auch für Wohnmobile ist die Anfahrt möglich.


Der Ringwall der Festung ist mit einem Weg erschlossen. Er ermöglicht einen ersten Eindruck von den Ausmaßen dieses Renaissance-Festungsbaus und bietet eine einmalige Aussicht ins mittel-fränkische Umland. Der Grundriss der Wülzburg erinnert übrigens an ein Pentagon. Ein solches Fünfeck bot weniger Angriffsfläche bzw. ließ es sich einfacher verteidigen.
Erbaut wurde die Wülzburg 1588 durch Marktgraf Georg Friedrich d. Ä. von Brandenburg-Ansbach.

Nach dem Rundgang betritt man die Hohenzollernfestung über eine Brücke durch ein gewaltiges Eingangsportal. Rechter Hand erinnert eine Gedenktafel an die Inhaftierung des späteren Französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulles im Jahre 1918 auf der Wülzburg.

Auch das Innere der Anlage ist durchaus sehenswert. Das imposanteste Gebäude ist das zweiflügelige Schloss. Über beide Flügel ist es 170 Meter lang und 17 Meter tief. Leider gab es zu unserem Besuch keine Führungen. Diese finden nur zwischen Mai und Ende Oktober, immer samstags, sonntags und feiertags statt. Wir kommen also im Sommer noch einmal, um an einer Führung teilzunehmen. Erinnert hat uns die Befestigungsanlage an die Festungsruine Rothenberg oberhalb von Schnaittach. Allerdings ist die Wülzburg in wesentlich besserem Zustand, als die Feste Rothenberg. Dies liegt vielleicht auch daran, dass die Wülzburg fast nie von Kampfhandlungen betroffen war. Im 30-jährigen Krieg wurde sie kampflos übergeben, in den Weltkriegen diente sie als Flüchtlings- und Kriegsgefangenenlager.

Besonders hat uns die Zisterne und der 143 Meter tiefe Brunnen beeindruckt. Er wurde von Hand gegraben und ist der tiefste Brunnen Deutschlands. Vor einigen Jahren hat man ihn renoviert und so ausgeleuchtet, dass die Besucher bis zum Wasserspiegel sehen können.

Übrigens ist die Anlage auch bewirtschaftet. Im Sommer sitzt man in einem kleinen Biergarten im Schlosshof.
Der Besuch ist als Ausflug perfekt für den Sonntagnachmittag geeignet, oder man baut ihn in eine Wandertour ein. Außerdem ist das Altmühltal als tolles Wander- und Kanurevier nicht weit entfernt und lädt für ein paar Tage zum Verweilen ein …

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